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Wegen Corona: Betriebe sollen Verluste besser verrechnen können

Rücktragungszeitraum bleibt aber bei einem Jahr
Steuer: Gewinn- und Verlustrechnung

Steuerliche Erleichterungen sollen helfen, die Pandemiefolgen abzufedern

© kontrast-fotodesign / E+ / Getty Images

Unternehmen sollen aktuelle Verluste im größeren Umfang mit im Vorjahr angefallenen Gewinnen verrechnen können. Darauf hat sich die Regierungskoalition Anfang Februar verständigt. Eine entsprechende Gesetzesänderung, die rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten soll, muss nun von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Damit können insbesondere Corona-geschädigte Betriebe ihre aktuellen Verluste leichter mit früheren Gewinnen verrechnen und so die Steuerbelastung aus dem Vorjahr mindern. Falls die Steuerzahlung bereits geleistet wurde, nehmen die Finanzämter Rückzahlungen an die Unternehmen vor.

Rücktragsvolumen verdoppelt

Schon im vorigen Jahr hatte die Bundesregierung den möglichen Verlustrücktrag ausgedehnt. Um die Liquidität in den Betrieben möglichst schnell und unbürokratisch zu erhöhen, ist nun vorgesehen, das Volumen des möglichen Verlustrücktrags zu verdoppeln – auf maximal 10 Millionen Euro (beziehungsweise 20 Millionen bei einer Zusammenveranlagung).

Der Rücktragungszeitraum wurde nicht verlängert. Damit sollen Verluste den Plänen zufolge weiterhin nur um ein Jahr zurückgetragen werden: die Verluste aus 2020 also in das Steuerjahr 2019, die aus 2021 in das Jahr 2020. Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet, dass das Vorhaben die Steuereinnahmen insgesamt um voraussichtlich weniger als eine Milliarde Euro schmälern wird.

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Jens Gewinnus Referatsleiter Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Einkommensteuer

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst