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Wirtschaft blickt zuversichtlich auf Ausbildungsmarkt 2021

Trotz Covid-19 mehr Verträge in Industrie und Handel, Handwerk und Freien Berufen
Corona: Bewerbungsgespräch mit Masken

In der Corona-Krise ist auch die Berufsorientierung schwieriger geworden

© Westend61 / Getty Images

Die Unternehmen in Deutschland haben trotz der Corona-Pandemie wieder mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Der intensive Einsatz aller Beteiligten konnte die im ersten Halbjahr fehlenden Praktika und Berufsorientierungs-Maßnahmen auffangen. Angesichts der demografischen Entwicklung hat die Nachwuchsförderung für die Betriebe höchste Priorität.

Das Engagement der Betriebe in Industrie und Handel, Handwerk sowie den Freien Berufen für die Ausbildung junger Menschen ist ungebrochen: Mit Stichtag 30. September hatten die Unternehmen 435.383 Ausbildungsverträge unterzeichnet – und das, obwohl die Pandemie für schwierige Rahmenbedingungen gesorgt hatte.

In den drei Wirtschaftsbereichen zusammen 2,0 Prozent Zuwachs

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Vertragszahlen aus den drei Wirtschaftsbereichen in Summe um 2,0 Prozent. Die Betriebe und Unternehmen in Deutschland leisten mit ihrer hohen Ausbildungsbereitschaft wichtige Investitionen, um die anstehenden Zukunftsaufgaben wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Mobilität bewältigen zu können.

Wirtschaft mahnt Stärkung der Beruflichen Bildung an

Daher muss die zukünftige Bundesregierung nach Auffassung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbandes der Freien Berufe, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks die Berufliche Bildung stärken – über die Ausweitung der Berufsorientierung ebenso wie durch eine stärkere Unterstützung des internationalen Azubi-Austauschs und Impulse zur besseren Ausstattung der Berufsschulen in der digitalen Welt.

Die Herausforderungen für die Politik bleiben weiter groß – nicht nur wegen der Pandemie: Die Betriebe und Unternehmen in nahezu allen Branchen und Regionen bieten auf der einen Seite noch viele Tausend Ausbildungsangebote an; gleichzeitig gibt es einen erheblichen Rückgang an Ausbildungsbewerberinnen und -bewerbern. Damit sind für das 14. Jahr in Folge mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als unvermittelte Bewerberinnen und Bewerber zu erwarten. Um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu gestalten, brauchen wir dringend beruflich qualifizierte Fachkräfte.

Die Zahlen im Überblick:

  • Bei den Industrie- und Handelskammern wurden bis Ende September 260.864 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen; das sind 1.027 oder 0,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
  • Im Handwerk wurden bis Ende September 127.015 neue Ausbildungsverträge eingetragen, ein Plus von 3.385 beziehungsweise 2,7 Prozent im Vorjahresvergleich. 
  • Im Bereich der Freien Berufe sind bis Ende September 47.504 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Das entspricht einem Zuwachs von 4.264 Verträgen beziehungsweise 9,9 Prozent.

Kammern und Verbände haben im Sommer mit vielfältigen Aktionen bei Schulabgängerinnen und Schulabgängern geworben. Mein Appell an alle noch unentschlossenen Jugendlichen ist: Wir brauchen Euch in den Betrieben. Deshalb meldet Euch auch jetzt noch bei uns.

DIHK-Präsident Peter Adrian

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Porträtbild Ulrike Friedrich, Referatsleiterin Ausbildungsmarketing und -analysen | Digitalisierung
Ulrike Friedrich Referatsleiterin Ausbildungsmarketing und -analysen, Digitalisierung

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Mann im Haus der deutschen Wirtschaft
Markus Kiss Referatsleiter Ausbildungspolitik und -projekte

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Porträtfoto Thomas Renner
Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst