Pfadnavigation

Welttag für kleine und mittlere Unternehmen im Fokus der WTO

Schub für den Mittelstand im Welthandel
WTO-Gebäude in Genf

Die WTO möchte auch Mittelständlern das internationale Geschäft erleichtern

© FABRICE COFFRINI / Kontributor / Getty Images

Am heutigen Freitag ist der Welttag für kleine und mittlere Unternehmen. Seit 2017 laufen – auch auf Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) – Verhandlungen für eine Mittelstandsagenda in der Welthandelsorganisation.

Dabei zielen über 90 beteiligte Länder auf eine Vereinbarung ab, die helfen soll, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) besser in globale Wertschöpfungsketten zu integrieren – etwa durch Bürokratieabbau und Handelserleichterungen. So soll den Mittelständlern, die weltweit etwa 90 Prozent aller Unternehmen ausmachen, die internationalen Geschäfte erleichtert werden. Allein in der EU gibt es etwa 23 Millionen KMU.

Ende 2020 wurde bereits eine erste Verhandlungseinigung erzielt. Im Fokus standen dabei Handelserleichterungen und staatliche Transparenzverpflichtungen gegenüber Importeuren und Exporteuren. Hierzu will die WTO am heutigen 25. Juni  eine neue Website freischalten, die für die Betriebe weltweite aktuelle Marktinformationen einschließlich Informationen zu Zöllen und regulatorischen Anforderungen bereitstellt.

EU-Portal "Access2Markets" ausgezeichnet

Für die Europäische Union leistet das bereits das neue Außenhandelsportal für Exporteure und Importeure, "Access2Markets", für das die EU-Kommission in der vergangenen Woche den Publikumspreis des Europäischen Ombudsmanns für gute Verwaltungspraxis 2021 gewonnen hat. Besonders relevant für kleine und mittelständische Unternehmen ist dabei, dass das Portal kürzlich um ein Instrument zur Selbsteinschätzung der Ursprungsregeln ergänzt wurde. So hilft es den Unternehmen dabei, die EU-Handelsabkommen mit über 70 Ländern weltweit besser zu nutzen. Hierfür hatten sich der DIHK und das Kammernetzwerk jahrelang eingesetzt. Mehr darüber erfahren Sie hier.

WTO sucht "MSME Digital Champions" und Best Practices

Zur Unterstützung des Mittelstandes hat die WTO zudem am heutigen 25. Juni die Small Business Digital Champions Initiative mit einem Webinar ins Leben gerufen. Inhaltlich ging es um Projekte zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen im digitalen Handel. Die erfolgreichsten Praxisbeispiele werden bei der nächsten WTO-Ministerkonferenz (30. November bis 3. Dezember 2021) als "MSME Digital Champions" ausgezeichnet.

Darüber hinaus sucht die Welthandelsorganisation bis zum 19. Juli die Unternehmensgeschichten von kleinen und mittleren Betrieben. Diese Best Practices sollen während des diesjährigen WTO Public Forums Ende September vorgestellt werden.

Bewerber sollten erläutern, wie das Unternehmen von der Corona-Pandemie betroffen war, welche Maßnahmen es ergriffen hat, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, und wie der Handel geholfen hat, die Herausforderungen zu bewältigen. Die Geschichte kann als Audiodatei oder als kurzer Text eingereicht werden. Das Online-Bewerbungsformular finden Sie hier. Ausgewählte Geschichten werden dann auf der WTO-Website veröffentlicht.

Kontakt

Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

Kontakt

Porträtfoto Susanne Schraff
Susanne Schraff Pressesprecherin