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Zölle auf chinesische E-Autos "nicht ohne Folgen"

DIHK warnt vor Gegenmaßnahmen der Volksrepublik
Ingenieur mit Laptop in chinesischer Autofabrik

In China hergestellte E-Autos konkurrieren zunehmend mit hiesigen Fahrzeugen

© Longhua Liao / Moment / Getty Images

Nach der Europawahl entscheidet die EU-Kommission über Strafzölle auf chinesische Elektrofahrzeuge. Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), befürchtet weitere Handelshemmnisse für deutsche Unternehmen.

Volker Treier sitzend gestikulierend 2022

Volker Treier

© DIHK / Werner Schuering

"Die von der EU-Kommission angekündigten Zölle auf E-Autos aus China werden für die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft nicht ohne Folgen bleiben", warnt Treier. Zum einen betreffe dieser Schritt auch deutsche Autohersteller in China, zum anderen bahnten sich mit den bereits angekündigten Gegenmaßnahmen Chinas weitere Handelshemmnisse für die deutsche Wirtschaft insgesamt an.

"Die EU muss aufpassen, nicht zwischen die geopolitischen Mühlen seiner zwei wichtigsten Handelspartner zu geraten", mahnt der DIHK-Außenwirtschaftschef mit Blick darauf, dass die USA entsprechende Strafzölle gegen die Volksrepublik bereits beschlossen haben.

Stärkere Abschottung Europas vermeiden

Zwar seien chinesische Wettbewerbsverzerrungen ein besonderes Problem, "das Europa angehen sollte", stellt er klar. "Die besten Antworten darauf sind aber eigene gute Standortbedingungen und das Streben nach offenen Märkten und Wettbewerb."

Das könne zum Beispiel durch einen umfassenden Bürokratieabbau und durch neue Handelsabkommen erreicht werden, die den Marktzugang etwa im Indopazifik und Lateinamerika spürbar verbesserten. Treiers Appell: "Weitere Handelskonflikte müssen vermieden werden, ebenso wie eine stärkere Abschottung Europas."

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Thomas Börner Referatsleiter Lieferkettendiversifizierung

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