Pfadnavigation

Corona Kompass

AHK-Experten berichten aus ihren Gastländern

Wie entwickelt sich die Corona-Pandemie in den anderen Ländern dieser Welt? Wie sind insbesondere die Unternehmen vor Ort betroffen? Welche Maßnahmen wurden und werden ergriffen? Die Auslandshandelskammern (AHKs) vor Ort sind nah am Geschehen – an 140 Standorten in 92 Ländern rund um den Globus.

In der Reihe "Corona Kompass" schildern Fachleute aus den AHKs, wie das Virus die Weltwirtschaft infiziert.

Kontakt

Porträtfoto Jana Zimmermeyer
Jana Zimmermeyer Referatsleiterin Redaktion Bewegtbild und optische Gestaltung

Kontakt

Junger Mann vor Gemälde im Haus der deutschen Wirtschaft
Dr. Christian Jekat Pressesprecher

Wirtschaftlich erholt sich Singapur langsam von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dennoch sind die Folgen der Krise noch immer spürbar – wie etwa das geringe Passagieraufkommen am Flughafen von Singapur. Von den aktuellen Lieferengpässen und Rohstoffknappheiten scheint der Stadt- und Inselstaat vor Malaysia langfristig sogar zu profitieren. Tim Philippi, Chef der AHK Singapur, schildert am 16. August aktuelle Eindrücke.

Regulierungen beim Lebensmitteleinkauf, geschlossene Grenzen, staatliche Sammelquarantäne: Schnell und sehr umfassend hat Taiwan auf den Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Mai reagiert. Seither gelten strengere Auflagen. Die Wirtschaft laufe aber grundsätzlich weiter, berichtet Axel Limberg, Chief Representative and Executive Director des Deutschen Wirtschaftsbüros in Taiwan, am 5. Juli.

In Südostasien galt die Corona-Pandemie lange Zeit als beherrschbar, nun steigen die Infektionszahlen unter anderem in Malaysia wieder stark an. Das Land befindet sich größtenteils im Lockdown, Produktion und Dienstleistungen sind nur sehr eingeschränkt möglich. Lediglich Geschäfte und Einrichtungen, die der Grundversorgung dienen, dürfen offen bleiben, darunter Krankenhäuser und Supermärkte. Daniel Bernbeck, Geschäftsführer der Deutsch-Malaysischen Handelskammer, schildert am 11. Juni aktuelle Eindrücke.

Die Auswirkungen der Corona-Krise haben die US-Wirtschaft stark getroffen. Eine Besserung ist aber in Sicht: Prognosen deuten auf ein Wirtschaftswachstum von 6 Prozent im laufenden Jahr. Jedoch ist die Pandemie ist noch nicht vorbei. Deutsche Unternehmen vor Ort haben noch immer Probleme mit Lieferketten und Logistik. Die größte Herausforderung bleiben die Mobilitätseinschränkungen für Geschäftsreisende aus Europa. Mark Tomkins, Chef der AHK USA – Chicago, berichtet am 14. Mai.

China​ hat die wirtschaftlichen Folgen der Corona​-Pandemie bereits abgeschüttelt. Für die Erholung der Weltwirtschaft​ ist das Reich der Mitte ist deshalb ein wichtiger Faktor. Reiseeinschränkungen bleiben zwar eine Herausforderung. Für das laufende Jahr gehen Experten aber von einem kräftigen Wirtschaftswachstum von mehr als 8 Prozent aus. Jens Hildebrandt, Delegierter der Deutschen Wirtschaft für Nordchina, bietet am 10. Mai in Peking einen Überblick über die Lage.

Die finnische Wirtschaft ist bislang gut durch die Corona​-Krise gekommen; das Bruttoinlandsprodukt sank 2020 nur um 2,9 Prozent. Der laufende Erholungsprozess wird sich dennoch bis Mitte 2022 hinziehen, schätzt AHK-Geschäftsführer Jan Feller. Wie er am 30. Mai berichtet, setzt Finnland​ auf eine "grüne Erholung" mit den Themen Digitalisierung​ und Nachhaltigkeit​. Das biete auch Chancen für die deutschen Unternehmen im Land.

In Indien spitzt sich die Pandemie-Situation immer weiter zu. Im Bundesstaat Maharashtra – wo auch Mumbai und Pune liegen – gilt eine strikte Ausgangssperre. Auch die Wirtschaft des Landes ist zum großen Teil heruntergefahren. Arbeiten dürfen im Wesentlichen nur noch der Gesundheitssektor und seine Zulieferer, die Lebensmittelherstellung und -verteilung sowie der Import und Export. Stefan Halusa, Geschäftsführer der AHK Indien, mit einem Lagebericht vom 26. April.

In Tschechien​ hat die Corona​-Pandemie Wirtschaft und Gesellschaft im Winter hart getroffen. Die Grenzkontrollen​ zum Nachbarstaat wurden Mitte April wegen der zuletzt sinkenden Infektionszahlen aber nicht weiter verlängert. So blicken die Unternehmen nun wieder optimistischer in die Zukunft. Für das laufende Jahr rechnen Experten mit einem Wirtschaftswachstum von mehr als 3 Prozent. Bernhard Bauer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Tschechien, berichtet am 26. April. 

Weitgehend stabil zeigt sich die Lage in Südkorea. Das Erfolgsrezept: eine systematische Teststrategie​ und Social Distancing. Hilfspakete sind auf Zukunftsinvestitionen ausgerichtet. Für 2021 rechnen Experten bereits wieder mit einem Wirtschaftswachstum von rund 3 Prozent Felix Kalkowsky, Vizepräsident der AHK Südkorea, schildert am 19. April die Situation vor Ort.

In Ungarn​ ist die Wirtschaftsleistung infolge der Corona​-Krise 2020 um 5 Prozent zurückgegangen. Die Produktions- und Lieferketten​ seien aber weitestgehend intakt, berichtet Gabriel Brennauer, geschäftsführender Vorstand der AHK Ungarn, am 13. April.

Die Wirtschaft in Dänemark ist unterschiedlich stark von den Folgen der Corona-Krise betroffen. Während die Industrie weiter produzieren kann, geht es vielen Dienstleistern und Betrieben aus Lockdown-Branchen schlecht. Auch der für Dänemark wichtige Tourismussektor leidet. Gut läuft es immerhin beim Testen und Impfen. Reiner Perau, Geschäftsführer der Deutsch-Dänischen Handelskammer, zeichnet am 12. April ein Bild der Lage.

Durch konsequente Kontaktnachverfolgung und strenge Hygienemaßnahmen konnte der Inselstaat Taiwan die Corona-Pandemie bislang gut im Zaum halten. Die exportorientierte Wirtschaft leidet dennoch, auch weil durch strenge Einreisebeschränkungen keine Geschäftsreisen möglich sind. Das betrifft auch die deutschen Unternehmen im Land. Wie es am 9. April vor Ort aussieht, schildert Axel Limberg, Chef der AHK Taiwan.

Auch in Bulgarien hat die Corona-Pandemie viele Betriebe aus den Lockdown-Branchen wie Tourismus und Gastronomie hart getroffen. Es gibt aber auch Unternehmen, die von der Krise profitieren wie beispielsweise IT-Dienstleister. Insgesamt dominiert bei vielen deutschen Betrieben vor Ort die Sorge vor dem weiteren Infektionsgeschehen. Die fortschreitenden Impfungen machen aber auch Hoffnung. Mitko Vassilev, Hauptgeschäftsführer AHK Bulgarien, nennt am 1. April Einzelheiten.

Südafrika ist schwer von der Corona-Pandemie gezeichnet. Ökonomisch ist aber Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Die Wirtschaftsleistung könnte laut Experten im laufenden Jahr um 3 bis 4 Prozent steigen. Insbesondere im Handel und Grenzverkehr gibt es aber noch große Einschränkungen. Matthias Boddenberg, Geschäftsführer der AHK in Südafrika, berichtet am 31. März.

Die Infektionszahlen in Russland sinken. Zwar ist das öffentlichen Lebens immer noch beschränkt, doch schrittweise Lockerungen sind in Sicht. Die Industrie konnte im vergangenen Jahr uneingeschränkt weiterproduzieren, sodass Wirtschaftseinbrüche und ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit vermieden wurden. Wladimir Nikitenko von der AHK Russland zeichnet am 26. März ein Stimmungsbild.

Japan hat im Vergleich zur weltweiten Situation keine größeren Einschränkungen im öffentlichen Leben. Jedoch besteht weiterhin die Sorge, dass sich die Corona-Mutationen ausbreiten. Strenge Einreisebeschränkungen sollen dies aber verhindern. Trotzdem bleibe die Lage in den deutschen Unternehmen Japans weiterhin kritisch, berichtet Marcus Schürmann, Geschäftsführer der AHK Japan, am 26. März.

Italien ist in Europa mit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Nachdem sich die Infektionslage zuletzt wieder verschlechtert hat, ging es Mitte März zurück in den Lockdown. Immerhin verläuft die Impfkampagne zumeist reibungslos. In vielen Unternehmen arbeiten die Mitarbeiter aus dem Homeoffice. Die Industriebetriebe produzieren jedoch weiter. Die deutschen Unternehmen in Italien seien optimistisch, betont Jörg Buck, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Italien, am 24. März.