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Corona-Hilfen: EU mobilisiert acht Milliarden Euro

Antrag direkt über lokale Banken und Kreditgeber
Zwei umgekippte Säcke mit 500-Euro-Scheinen und Münzen

Reichlich frisches Geld soll das Programm von EU-Kommission und EIF Corona-gebeutelten europäischen KMU verschaffen

© indigolotos / iStock / Getty Images Plus

Die EU-Kommission und der Europäische Investitionsfonds (EIF) mobilisieren insgesamt acht Milliarden Euro, die ab sofort an mindestens 100.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Europa sowie kleine Midcap-Unternehmen fließen sollen.

Dafür hatte die EU-Kommission am 6. April eine Milliarde Euro aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) freigegeben. Die Mittel sollen dem EIF die Übernahme von Garantien ermöglichen, die wiederum den Banken und Kreditgebern Anreize dafür bieten, kleinen und mittelständischen Unternehmen Liquidität zur Verfügung zu stellen. Die Aktion ist Teil des am 16. März angekündigten Maßnahmenpakets, das KMU und Midcap-Unternehmen in Europa zeitnah unterstützen soll.    

Banken und Kreditgeber können ab sofort nach einem entsprechenden Antrag unmittelbar auf die neuen Garantien zugreifen. 

Kleine und mittelständische Unternehmen können ihren Antrag direkt bei ihren lokalen Banken und Kreditgebern, die die Regelung in Anspruch nehmen, stellen. Die Kommission hat dazu eine  Seite "Access to  EU-Finance" eingerichtet.

Mit der einen Milliarde Euro, die im Rahmen der COSME-Kreditbürgerschaftsfazilität aus dem EFSI und unter Horizont 2020 durch "InnovFin-Garantien für KMU" bereitgestellt wurden, ist der EIF in der Lage, Finanzintermediären Garantien in Höhe von 2,2 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, wodurch insgesamt 8 Milliarden Euro an Finanzmitteln mobilisiert werden können. 

Vom EIF werden die Garantien über eine am 6. April veröffentlichte Aufforderung zur Interessenbekundung, die sich an mehrere hundert Banken und Kreditgeber richtet, auf den Markt gebracht.

Merkmale der Garantien sind:

  • Vereinfachter und schneller Zugang zu EIF-Garantien
  • Höhere Risikoabdeckung mit bis zu 80 Prozent der potenziellen Verluste aus Einzelkrediten (der Standardwert beträgt 50 Prozent)
  • Schwerpunkt auf Betriebsmittelkrediten in der gesamten EU
  • Flexiblere Bedingungen, einschließlich Möglichkeiten zur Zurückstellung, Umschuldung oder Tilgungsaufschub  

Weitere Informationen der EU-Kommission lassen sich hier finden.

Kontakt

Porträtbild Mathias Dubbert, Referatsleiter Europapolitik, EU-Finanzierungsinstrumente, Europäische Außenwirtschaftsförderung
Mathias Dubbert Referatsleiter Europapolitik, EU-Finanzierungsinstrumente, Europäische Außenwirtschaftsförderung