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Corona-Krise bremst weltweiten Warenaustausch

DIHK fasst zentrale Maßnahmen in einem Papier zusammen
Containerschiff, Bug von oben

Der internationale Warenaustausch steht vor zahlreichen Herausforderungen

© AvigatorPhotographer / iStock / Getty Images Plus

Die Corona-Krise stellt die international stark vernetzte deutsche Wirtschaft vor enorme Herausforderungen. Der weltweite Warenaustausch wird durch Zölle, Steuern und die Einschränkungen der Freizügigkeit erheblich erschwert. In einem Papier skizziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) seine zentralen handelspolitischen Forderungen.

Gerade in diesen Zeiten sollte der grenzüberschreitende Handel mit Arznei- und Gesundheitsprodukten sichergestellt und der globale Handel bestmöglich aufrechterhalten werden. Wichtig dafür wäre aus Sicht des DIHK, dass alle Länder  der WTO Pharmaceutical Zero-for-Zero Initiative beitreten und diese auf jegliche Pharma- und Medizingüter ausweiten. Darüber hinaus sollten sich die G20-Staaten auf ein Krisenmoratorium für neue Zölle – und zwar auf alle Güter – einigen.

Ebenso notwendig sind Ausnahme- und Genehmigungstatbestände für Exporte in Drittstaaten – allen voran für Lieferungen an ausländische Unternehmen der Gesundheitsbranche, Tochterfirmen und für den Eigenbedarf. In der Zollabwicklung kommt es weltweit zu Transport- und Bearbeitungsverzögerungen. Einfuhr- und Ausfuhrabfertigungen zwischen Unternehmen und Zollbehörden sollten daher nach Meinung des DIHK vollständig elektronisch ermöglicht werden. Denn gerade jetzt zeigt sich das große Potenzial von digitalem Austausch für die Wirtschaft. Die volle Digitalisierung aller Zollverfahren sollte daher eines der Ziele sein.   

Doch insbesondere der digitale Handel ist für unilaterale Einschränkungen anfällig – denn internationale Regelungen fehlen.  Der DIHK empfiehlt daher, dass WTO-Staaten das auszulaufen drohende WTO-Moratorium für elektronische Datentransfers verlängern und globale Regeln für diskriminierungsfreien Digitalhandel vereinbaren. 

Das Papier mit den handelspolitischen Forderungen des DIHK finden Sie hier auf Deutsch und auf Englisch zum Download:

Corona – Handelspolitische (Heraus-) Forderungen (PDF, 77 KB)

Corona – Trade Policy Challenges (PDF, 82 KB)

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Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Franziska Stavenhagen Pressesprecherin