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Coronavirus führt zu Engpässen bei Desinfektionsmitteln

Europäische Chemikalienagentur erleichtert Verfahren zur Bereitstellung
Spender mit Desinfektionsmittel

In der Corona-Krise Mangelware: Spender mit Desinfektionsmittel

© Kzenon / iStock / Getty Images plus

Der Bedarf an Desinfektionsmitteln ist infolge der Corona-Krise europaweit gestiegen. Neben Krankenhäusern und Arztpraxen benötigen stärker als früher auch Unternehmen und Privathaushalte die entsprechenden Mittel gegen das Virus. Nun hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) darauf reagiert.

Die ECHA stellt auf ihrer Website zeitnahe Unterstützung von EU-Mitgliedstaaten und Unternehmen zur besseren Verfügbarmachung von Desinfektionsmitteln in Aussicht. Dies betrifft nach Angaben der ECHA die Verfügbarkeit von Inhaltsstoffen in Biozidprodukten (v.a. Isopropanol, 1-Propanol and Ethanol).

Desinfektionsmittel gegen Corona

Die ECHA gibt an, dazu zeitnah besondere Maßnahmen bzw. Vereinbarungen veröffentlichen zu wollen, um Unternehmen und EU-Mitgliedstaaten die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln schnellstmöglich zu erleichtern.

Darüber hinaus will die ECHA nach eigenen Angaben vor dem Hintergrund des Corona-Virus einige ihrer Fristen für Unternehmen verlängern (u.a. bezüglich Zahlungen / Rechnungen).

Erleichterungen für Unternehmen

So kommt Unternehmen nach Angaben der ECHA in folgenden Fällen eine zweimonatige Verlängerung von Fristen, welche zwischen dem jetzigen Zeitpunkt und Ende Mai 2020 ablaufen, zu Gute:

  • Sofern Unternehmen anfänglich keine komplette Stoffregistrierung für ihre Chemikalien zur Verfügung gestellt haben und ihnen eine finale Frist zwischen März und Mai 2020 gesetzt wurde oder
  • sofern Nachfragen nach weiteren Informationen bezüglich des Vertraulichkeitsschutzes (“confidentiality claims“) bestehen.

Ebenso will die ECHA nach eigenen Angaben Unternehmen eine Fristverlängerung von 30 Tagen einräumen, um Entschließungsentwürfe der ECHA in den Fällen zu kommentieren, in welchen eine Registrierung als nicht anforderungskonform betrachtet wurde. Die ECHA erklärt ferner, zu diesen Maßnahmen zeitnah weitere Informationen bereitstellen zu wollen.

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Moritz Hundhausen Referatsleiter Europäische Umwelt- und Rohstoffpolitik