"Jeder hilft, wo er kann"

Wie sich eine regionale Bäckerei für das Impfzentrum der Hansestadt Bremen einsetzt
Jan-Christoph Egerer, Geschäftsführer einer Bäckerei, macht mit bei "Bremen impft"

Jan-Christoph Egerer ist Geschäftsführer einer regionalen Filialbäckerei

© Gayer Fotografie

In der Initiative "Bremen impft" engagieren sich Unternehmerinnen und Unternehmer für die Impfkampagne der Stadt. Mit dabei ist Jan-Christoph Egerer, der eine Bäckerei mit 60 Standorten leitet.

Im Gespräch mit dem DIHK erläutert er, warum und wie sein Unternehmen das Impfzentrum vor Ort unterstützt:

Herr Egerer, erklären Sie uns mal, wie Sie mit ihrem Bäckereiunternehmen beim Impfen helfen können?

"Beim Impfen selbst legen wir natürlich nicht Hand an, aber wir beliefern das Impfzentrum in den Bremer Messehallen täglich mit mehreren hundert süßen Brötchen, Laugengebäck und Kuchenvariationen für die Helferinnen und Helfer.

Wir freuen uns, dass dieser Service gut ankommt und haben bislang auch viel positives Feedback dafür bekommen. Ich bin beeindruckt, was Unternehmerinnen und Unternehmer bei 'Bremen impft' in kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben. Jeder hilft, wo er kann."

Trotzdem liegt Ihr Kerngeschäft ja ganz woanders. Warum engagieren Sie sich bei "Bremen impft"?

"Die Pandemie hat uns alle erwischt. Auch wir als Unternehmer tragen Verantwortung, gemeinsam da rauszukommen. Dass das bislang nicht so gut geklappt hat, liegt leider auch daran, dass die Gesellschaft ihre Kräfte und Möglichkeiten nicht vollständig ausgeschöpft hat.

Auch ich möchte helfen, wo ich kann. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass wir dem Impfzentrum unsere Backwaren kostenfrei zur Verfügung stellen. Das Impfen ist nun mal der Schlüssel, um die Pandemie zu beenden."

Wie sehr trifft die Corona-Pandemie Ihre Bäckerei-Filialen? Schließlich dürfen diese ja geöffnet bleiben.

"Rund ein Drittel unseres Umsatzes ist pandemiebedingt weggebrochen. Wir unterhalten rund 60 Standorte – davon sind viele auf hohe Kundenfrequenzen angewiesen, etwa auf Bahnhöfen. Hier verzeichnen wir durch Corona starke Umsatzrückgänge, weil Kunden eben nicht mehr für Kaffee und Brötchen verweilen dürfen. Wenn die Menschen jetzt schnell geimpft werden, hilft uns das am Ende auch wirtschaftlich."

Und dennoch engagieren Sie sich – auch in der IHK-Organisation?

"Ja, als mittelständische Filialbäckerei sind wir sowohl in der Handwerkskammer als auch in der Industrie- und Handelskammer Mitglied. Ich finde, wir sollten Wirtschaft und Unternehmertum viel breiter darstellen und zeigen, was wir tun!"

Jan-Christoph Egerer ist Geschäftsführer der familieneigenen Bäckerei Müller & Egerer. Er macht mit bei "Bremen impft" und kümmert sich "nebenbei" um rund 60 betriebliche Standorte von Wilhelmshaven über Oldenburg bis nach Bremen.


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