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Ob auf der Baustelle oder im Büro – Corona-Tests für Mitarbeiter

Bauunternehmen stemmt für die Pandemie-Bekämpfung logistischen Kraftakt
Eine Hand hält einen Corona-Selbsttest

Selbsttests sind mittlerweile in vielen Betrieben Arbeitsalltag

© iStock / Getty Images Plus / Nektarstock

Von Beginn der Pandemie an war für das Bauunternehmen Mainka klar: Der Schutz der Mitarbeiter und der Kunden auf den Baustellen hat oberste Priorität. Ein umfangreicher, ständig aktualisierter Pandemieplan und viel Aufklärungsarbeit gehören seitdem zum Arbeitsalltag im Familienunternehmen. Seit März 2021 testet der Betrieb nun auch seine Mitarbeiter auf Corona und hat entsprechend nachgelegt – digital, finanziell und organisatorisch.

Über 800 Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe, rund 50 Baustellen in mehreren Bundesländern, unterschiedliche Kunden, viele weitere Unternehmen auf den Baustellen: "Die Herausforderung, verlässliche Corona-Tests für die Belegschaft zur Verfügung zu stellen, war groß“, berichtet Christian Mross, Sicherheitsingenieur bei der Mainka Bau GmbH.

Auf Corona getestete Mitarbeiter – Gesundheitsschutz und Sicherheit für den Betrieb

Gleichzeitig galt es Vorschriften und Empfehlungen einzuhalten, um Kunden, Mitarbeiter und weitere Betroffene gesund zu halten. Und nicht nur das: Baustellen, die infolge weiträumiger Quarantäne-Pflichten nach Corona-Fällen zeitweise stillstehen, bedeuten enorme Kosten für die Unternehmen.

"50 Baustellen in mehreren Bundesländern – da waren Tests in Apotheken, Testzentren oder durch unseren Betriebsarzt nicht praktikabel. Das mussten wir selbst organisieren", erinnert sich Christian Mross. Also beschafft das Unternehmen seit März zertifizierte Tests selber zentral und verteilt sie in den Büros und auf den Baustellen. Über den firmeneigenen Online-Shop, in dem die Poliere sonst Arbeitsgeräte und Schutzkleidung für ihre Baustellen ordern, bestellen sie jetzt eben Corona-Selbsttests.

Schulungen zum Corona-Test

Noch wichtiger als bisher ist die Weitergabe der Informationen an die Mitarbeiter. Das Unternehmen gibt sich große Mühe, die Handhabung der Tests zu erklären, auch mit Bildern und Piktogrammen, um mögliche Sprachbarrieren zu überwinden. Außerdem bekommen die Mitarbeiter Informationsmaterial unter anderem vom Robert-Koch-Institut (RKI) und werden regelmäßig in Updates des Pandemie-Plans unterwiesen.

"Die Akzeptanz unter den Mitarbeitern ist grundsätzlich sehr groß. Natürlich gibt es auch Verbesserungsvorschläge. Denn im Büro kann man vieles am grünen Tisch planen, in der Praxis sieht es anders aus: Wenn jemand von Recklinghausen in der Woche vier Baustellen anfahren muss, wo macht er dann den Test?", berichtet Christian Mross.

Einfache, aber zuverlässige Dokumentation

Und auch für die Dokumentation ist gesorgt: Die bestehende Software, mit der das Unternehmen seine Prozesse steuert, wurde innerhalb einer Woche an die neuen Herausforderungen angepasst. So einfach, wie man seinen digitalen Urlaubsantrag stellt, kann man jetzt das Ergebnis eines Corona-Tests mit wenigen Klicks eingeben. Entweder über die firmeninterne MainkaApp am Smartphone oder Tablet oder "klassisch" am Rechner auf der Baustelle oder in der Verwaltung. Die Bestätigung über den durchgeführten Selbsttest gibt es innerhalb von zwei Minuten automatisiert per E-Mail und kann bei Bedarf vorgezeigt oder ausgedruckt werden.

"Es sollte so einfach wie möglich sein, damit wir den Meldeprozess in den Betriebsalltag integrieren können", betont Christian Mross. Weiterer Vorteil: Der Betrieb behält den Überblick, wie viele Tests tatsächlich gemacht wurden, und hat die Kosten im Blick. Denn die sind bei 800 Mitarbeitern beachtlich.

Die Kunden sind mit dem Vorgehen des Unternehmens zufrieden. Vereinzelt stellen sie selbst eigene PCR-Tests zur Verfügung, aber das ist bislang die Ausnahme. "Wir gehen davon aus, dass das Thema Corona-Tests uns in den nächsten sechs Monaten mindestens noch begleiten wird", sagt Christian Mross.



Auf unserer Website stellen wir zum Thema "Corona-Tests in Unternehmen" in loser Reihe und ohne Anspruch auf Vollständigkeit Unternehmen vor, die in ihrem Betrieb Corona-Tests durchführen. Möchten auch Sie Ihre Erfahrungen teilen oder ein gutes Unternehmensbeispiel nennen? Dann melden Sie sich bei uns!

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Dr. Philipp Wien Referatsleiter Gesundheitswirtschaft

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Daphne Grathwohl Referatsleiterin Strategische Themenplanung und Qualitätssicherung