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FAQ zu Corona-Impfungen und -Tests

Ich möchte meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einem Corona-Test unterziehen – welche Tests sind dafür geeignet, und wo erhalte ich sie? Was passiert bei einem positiven Ergebnis? Wie organisiere ich Schulungen? Wie sehen meine Pflichten aus? Hier informieren wir Sie über praktische Aspekte des Testens im Betrieb und fortlaufend auch über die sich aktuell rasch ändernden Regelungen.

Wer gegen Covid-19 geimpft ist, kann einen zusätzlichen Impfnachweis erhalten – in einer Arztpraxis, durch Betriebsärzte, in Impfzentren oder nachträglich nun auch seit dem 14. Juni in einer über das Portal www.mein-apothekenmanager.de recherchierbaren Apotheke. Er soll zukünftig grenzüberschreitend den Beleg ermöglichen, dass eine Person gegen Covid-19 geimpft wurde beziehungsweise ein negatives Testergebnis erhalten hat oder von der Krankheit genesen ist.

Nutzen kann man das digitale Zertifikat etwa in der neuen CovPass-App  oder in der Corona-Warn-App. Für Dienstleister, die den Impfstatus überprüfen möchten, wird es eine Prüf-App des Impfzertifikats geben. Alternativ ist auch ein maschinenlesbarer Ausdruck nutzbar.

Eine FAQ-Liste zum Thema gibt es auch auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Priorisierung bei Corona-Impfungen wurde am 7. Juni bundesweit aufgehoben. Informationen dazu gibt es auf der Website der Bundesregierung. Seitdem steigen nun auch die Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfkampagne ein.

Mit dem Start der zweiten Phase der nationalen Impfstrategie dürfen seit Anfang April Hausärzte mit Kassenzulassung Corona-Impfungen vornehmen; seit dem 7. Juni gilt das auch für Betriebs- und Werksärzte beziehungsweise -ärztinnen.

Im Rahmen ihrer Initiative #WirtschaftImpft stellen die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine Handlungshilfe zur Verfügung, die unter anderem über Bestellvorgaben, Lieferung der Impfstoffe oder Vorbereitung und Verabreichung der Impfstoffe informiert.

Hier geht es direkt zum Download der "Handreichung Betriebsärzte" zu Impfstoffen und Zubehör.

Ja.

Die inzwischen dritte Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (hier im Bundesanzeiger nachzulesen), verpflichtet Arbeitgeber dazu, allen nicht ausschließlich im Homeoffice beschäftigten Mitarbeitern grundsätzlich zwei Tests die Woche anzubieten.

Dazu können alle Tests zum direkten Erregernachweis von Covid-19 angeboten werden, von PCR-Tests bis hin zu Antigen-Schnelltests zur professionellen oder zur Selbstanwendung.

Die Angebotspflicht gilt übrigens unabhängig vom Grund und Dauer des Aufenthaltes im Betrieb, ein kurzes Abholen der Post genügt.

Ort und Zeit der Tests sind den Betrieben freigestellt. Ferner gilt:

  • Die Tests können auch Selbsttests sein und von den Beschäftigten vor Antritt der Arbeit absolviert werden.
  • Sie müssen weder dokumentiert noch beaufsichtigt werden, wenn nicht das jeweilige Bundesland weitergehende Vorschriften erlassen hat.
  • Manche Bundesländer bieten Arbeitgebern nach einer Registrierung an, die Testergebnisse auch bescheinigen zu dürfen.

Als Nachweis reichen entsprechende Rechnungen etwaiger Lieferanten oder Verträge und Abrechnungen mit den zur Durchführung beauftragten Dienstleistern aus, die Sie bis zum Auslaufen der Regelung am 30. Juni aufbewahren müssen. Auch sollte formlos notiert werden, wann und in welcher Form die Beschäftigten über das Testangebot informiert wurden. Die entsprechenden Dokumente sind für Überprüfungen durch die zuständigen Behörden mindestens vier Wochen vorzuhalten.

Im Übrigen müssen Unternehmer zwar Testangebote bereitstellen, die Nutzung ist den meisten Beschäftigten allerdings freigestellt. Ausnahmen gelten für bestimmte Beschäftigtengruppen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes.

Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der aktuellen FAQ-Liste des Bundesarbeitsministeriums.

Point-of-Care- (PoC-) Antigenschnelltests sind Medizinprodukte, die Testungen auf SARS-CoV-2 ermöglichen, ohne dass dafür ein Labor beauftragt werden muss. Sie dienen zur Feststellung akuter Infektionen durch einen Nasen-Rachenabstrich, einen Abstrich im Bereich der vorderen Nasenwand (Nasaltests) oder auch durch einen Spuck- beziehungsweise Gurgeltest.

Grundsätzlich gibt zum einen es PoC-Antigenschnelltests zur Eigenanwendung (sogenannte Selbst- oder Laientests), die seit Anfang März im Handel erhältlich sind.

Selbst- oder Laientests unterliegen keiner Abgabebeschränkung, sondern sind frei verkäuflich. Sie können übers Internet, im Handel oder in Apotheken erworben werden. Für diese Tests ist kein geschultes Personal erforderlich, um den Abstrich vorzunehmen und die Tests auszuwerten. Wie Sie Schnelltests erwerben können, erfahren Sie hier.

Zum anderen gibt es professionelle PoC-Antigenschnelltests, die geschultes Personal erfordern.

PCR-Tests (PCR steht für Polymerase Chain Reaction) sind weiterhin der "Goldstandard" unter den Corona-Tests und bleiben aufgrund ihrer hohen Verlässlichkeit weiterhin essenzieller Bestandteil der Teststrategie. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal, die Auswertung durch Labore.

Im Vergleich zu Antigen-Schnelltests haben PCR-Tests eine deutlich höhere Verlässlichkeit. Vor allem ist zu berücksichtigen, dass ein negatives Schnelltestergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht gänzlich ausschließt. Außerdem kommt es bei Antigen-Schnelltests häufiger vor, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Deshalb muss ein positives Antigen-Schnelltest-Ergebnis immer mittels PCR bestätigt werden. Weitere Details erfahren Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Anbieter von Corona-Tests finden Sie auf einer gesonderten IHK-Plattform auf der Website des IHK ecoFinders.

Selbsttests sind frei verkäuflich und können über das Internet, im Handel oder in Apotheken erworben werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)  listet auf seiner Website die in Deutschland zugelassenen Selbsttests. Dort finden Sie auch eine Zusammenstellung der zugelassenen Profi-Tests, die laut Medizinprodukte-Abgabeverordnung an alle Arbeitgeber im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes abgegeben werden dürfen.

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft hat zudem auf einem Marktplatz entsprechende Hersteller und Händler zusammengestellt. Professionelle PoC-Antigenschnelltests und Selbsttests erhalten Sie beispielsweise auch in Apotheken und in Sanitätshäusern oder auch über andere Vertriebswege wie den medizinischen Großhandel, Fachhandel für Betriebshygiene et cetera.

Um Ihren Beschäftigten Tests anzubieten, können Sie auch den Betriebsarzt oder regionale Dienstleister, etwa mobile Testzentren, beauftragen. In diesem Fall müssen Sie keine Test beschaffen, und ist es auch keine Schulung von Mitarbeitern notwendig.

Übrigens: Die Kosten für die Testung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen grundsätzlich die Unternehmen. Eine Bundesförderung gibt es nicht. Für Testungen von Beschäftigten in einigen Bereichen der medizinischen Versorgung und der Pflege sowie bei der Betreuung von Kindern oder Menschen mit Beeinträchtigungen gibt es Möglichkeiten einer Kostenerstattung auf Basis der §§ 4-7 der Coronavirus-Testverordnung.

Antragsberechtigte Unternehmen können die Aufwendungen für diese Hygienemaßnahmen allerdings als förderfähige Kosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III geltend machen (siehe auch FAQ des Bundes zur Überbrückungshilfe III, Frage 2.4, Punkt 16).

Unternehmen, die Tests entweder nicht rechtzeitig erhalten oder aber zu wenige Tests kaufen konnten, sollten nachweisen können, dass sie versucht haben, ausreichende Testkapazitäten zu beschaffen. Sind Tests nachweislich bestellt, werden aber nicht pünktlich geliefert, werden die Arbeitsschutzbehörden dies bei Kontrollen berücksichtigen.

Anbieter von Schnell- oder Selbsttests können sich ab sofort für eine IHK-Plattform registrieren. Hier geht es direkt zur Registrierung (mit dem Profil "Medizinische Schutzausrüstung/Virusnachweisverfahren"), die über den IHK ecoFinder läuft.

Bei der Anwendung von Selbsttests gibt es keine besonderen formalen Anforderungen an den Endanwender. Beschäftigte führen den Test selbst durch, für professionelle Schnelltests allerdings schon. Die wichtigsten Fragen rund um die Durchführung von Corona-Tests im Betrieb beantworten Ihnen Webinare, die von der DIHK-Bildungs-GmbH entwickelt und von den IHKs angeboten werden. Einen Überblick über die Angebote entnehmen Sie bitte diesem Info-Flyer (PDF, 1 MB).

  


Die DIHK-Bildungs-GmbH bereitet Deutschlands Betriebe auf die Umsetzung der Tests mit Podcasts, Erklärvideos und Online-Seminaren vor.

Auch die IHKs halten bundesweit Informationsangebote rund um die Test in Betrieben vor. So hat die IHK Schleswig-Holstein eine laufend aktualisierte Handreichung zur Vorbereitung von Antigen-Schnelltests in Betrieben erarbeitet. Das Papier beinhaltet unter anderem eine Anleitung, wie eine professionelle Antigenschnelltestung im Betrieb vorzubereiten, durchzuführen und nachzubereiten ist. Neu hinzugekommen ist jetzt auch ein Erklärstück im PDF-Format zur Anwendung von Selbsttests.

Eine ähnliche Initiative gibt es auch für Grenzpendler in Baden-Württemberg, Infos dazu finden Sie auf der Website der IHK in Freiburg.

Weiterführende Informationen: