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Muss ich meiner Belegschaft Homeoffice anbieten?

Die vorübergehend ausgesetzte Homeoffice-Pflicht ist wieder in Kraft getreten und gilt mit §28b des Infektionsschutzgesetzes zunächst bis einschließlich 19. März 2022.

Demnach müssen Arbeitgeber im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten ihren Beschäftigten anbieten, diese Tätigkeiten in der eigenen Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Das ist etwa der Fall bei Tätigkeiten in Produktion, Dienstleistung, Handel, Logistik oder dergleichen, die eine Ausführung im Homeoffice nicht zulassen. Auch wenn die Betriebsabläufe sonst erheblich eingeschränkt würden oder gar nicht aufrechterhalten werden könnten oder wenn besondere Datenschutzbestimmungen dem entgegenstehen, besteht keine Pflicht, Homeoffice anzubieten.

Beschäftigte sind grundsätzlich verpflichtet, ein vom Arbeitgeber unterbreitetes Angebot zur Arbeit im Homeoffice anzunehmen, sofern ihrerseits keine Gründe entgegenstehen. Dies können mangelnde räumliche und technische Gegebenheiten in der Wohnung des Beschäftigten sein. Es genügt eine formlose Mitteilung des Beschäftigten, dass seine persönlichen Umstände Homeoffice nicht zulassen.

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber auch für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Homeoffice verantwortlich. Das heißt aber nicht, dass er den Beschäftigten alle erforderlichen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen muss. Beschäftigte können im Homeoffice auch eigene Arbeitsmittel verwenden.

Der Arbeitgeber muss den Arbeitsplatz im Homeoffice in seine Gefährdungsbeurteilung einbeziehen und die notwendige Ausstattung festlegen. Er hat auch für die sichere Verwendung der Arbeitsmittel Sorge zu tragen.

Mehr Einzelheiten dazu gibt es in den FAQ des Bundesarbeitsministeriums.