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Nord-, Mittel- und Südamerika

Weltkarte mit Amerika in blau hervorgehoben.

© MrsWilkins / iStock / Getty Images Plus

Die Corona-Krise breitet sich global aus. Auch die Länder Nord- und Südamerikas spüren die Auswirkungen der Pandemie. 

Corona in Nordamerika  

In Nordamerika sind die USA derzeit mit Abstand am stärksten vom Corona-Virus betroffen. Inzwischen hat das Land auch China und Italien überholt und liegt auf Platz eins der weltweiten Infektionszahlen. Zahlreiche Bundesstaaten haben Ausgangsperren verhängt. Das öffentliche Leben ist in den USA und Kanada aufgrund von staatlichen Verordnungen generell stark eingeschränkt. In Mexiko schließen viele Geschäfte und Gastronomiebetriebe freiwillig. Kanada, die USA und Mexiko haben die Grenzen für den Personenverkehr weitgehend geschlossen. Der Warenverkehr läuft jedoch bisher weiter.  

Ausnahmesituation für die Wirtschaft  

Wegen der Reisebeschränkungen und Ausgangssperren leiden der Tourismus und die Gastronomie besonders stark unter den Folgen von Corona. Viele Branchen haben auf Homeoffice umgestellt oder ergreifen Vorsichtsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter. Einschränkungen in der Versorgung bestehen derzeit vor allem aufgrund von vermehrten Hamsterkäufen. Logistik und Lieferketten sind derzeit noch nicht beeinträchtigt.  

Schockierende Nachrichten gibt es bereits vom US-Arbeitsmarkt. Rund 3,3 Millionen Amerikaner meldeten sich bis Ende März bei den Behörden, um Arbeitslosenunterstützung zu beantragen. Weil wegen der Coronakrise ganze Branchen und Städte in den USA stillgelegt werden, bricht ein Großteil des Arbeitsmarktes einfach weg. Schätzungen zufolge könnte die Arbeitslosenquote schnell auf 30 Prozent klettern.

Um die Folgen der Epidemie abzufedern, wird in den USA derzeit ein Hilfspaket über 2 Billionen US-Dollar geschnürt, das sowohl Bar-Zahlungen an Privatpersonen wie auch Hilfen für Unternehmen beinhaltet. Auch Kanada hat Hilfsmaßnahmen für Unternehmen wie Überbrückungskredite und Liquiditätshilfen in Aussicht gestellt, in Mexiko wurden u.a. Kredite für kleine Gewerbetreibende angekündigt. 

Mittel- und Südamerika 

Auch Mittel- und Südamerika kämpfen gegen das Coronavirus – die meisten Covid-19 Fälle melden derzeit Chile, Brasilien und Argentinien.
In den meisten Ländern Mittel- und Südamerikas – mit Ausnahme u. a. Brasiliens - sind Ausgangssperren in Kraft. Dementsprechend gilt praktisch in ganz Südamerika ein Veranstaltungsverbot. Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten sind fast ausnahmslos geschlossen.  
Eine Reihe von Ländern wie Brasilien oder Chile haben ihre Grenzen ihre Grenzen für ausländische Staatsbürger geschlossen und beschränken den Reiseverkehr. Der Warenverkehr über Landesgrenzen läuft derzeit weitgehend normal. Es kann aber zu Verzögerungen aufgrund von Gesundheitskontrollen kommen. Einzelne Länder wie Ecuador haben den Export von medizinischen Produkten eingeschränkt. 

Auswirkungen auf die Wirtschaft 

Wirtschaftlich sind die Auswirkungen lokal recht unterschiedlich. Während die Produktion in Argentinien, Chile, Costa Rica und Paraguay noch weitestgehend normal läuft, kommt es in Uruguay, Peru und Kolumbien bereits zu größeren Produktionsausfällen. Teilweise sind auch die Lieferketten bereits beeinträchtigt. Wie auch auf anderen Kontinenten ist der Dienstleistungssektor in Südamerika am stärksten von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen, da Läden oder Restaurants in vielerorts schließen müssen. Entsprechend haben einige Länder bereits Steuererleichterungen auf den Weg gebracht.