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Überbrückungshilfe, Neustarthilfe & Co.

Was Unternehmen über Fristen, Voraussetzungen und Infoquellen wissen sollten
Bild Artikel Corona-Zuschuss

Die Finanzhilfen von Bund und Ländern sollen den Betrieben durch die Pandemie helfen

© Sebastian Condrea / Moment / getty images

Die Corona-Krise beeinträchtigt das Wirtschaften in Deutschland mittlerweile seit weit über einem Jahr. Vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen mussten ihren Geschäftsbetrieb wegen der Pandemie-Maßnahmen ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen. Bund und Länder leisten aktuell mit Überbrückungs- und Neustarthilfe Unterstützung.

Nachdem die Bundesregierung am 8. September eine Verlängerung und Ausweitung der Überbrückungshilfe III Plus sowie der Neustarthilfe Plus für Soloselbstständige bekanntgegeben hatte, wurden am 6. Oktober die Antragsfristen für beide Programme bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Die Antragstellung für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 ist bei der Überbrückungshilfe III Plus seit dem 6. Oktober, bei der Neustarthilfe Plus seit dem 14. Oktober möglich.

Ein chronologischer Überblick:

Um den Betrieben dabei zu helfen, ihre trotz der Umsatzeinbrüche fortlaufenden betrieblichen Fixkosten zu decken, riefen Bund und Länder im März 2020 zunächst die Soforthilfen ins Leben, die Mitte des Jahres von der Überbrückungshilfe abgelöst wurden.

Am 8. Juli 2020 ging die gemeinsame bundesweite Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de an den Start, über die Unternehmen mit Corona-bedingten Umsatzeinbrüchen Zuschüsse von mittlerweile bis zu 1,5 Millionen Euro pro Monat zu den Betriebskosten beantragen lassen können. Das Portal bietet seit Anfang Februar 2021 auch einen Push-Nachrichtendienst, den Sie beim Aufruf der Seite abonnieren können.

Überbrückungshilfe II als Zuschuss zu den Fixkosten

Das ursprüngliche Programm wurde im Sommer 2020 zur Überbrückungshilfe II weiterentwickelt, die bis zu 50.000 Euro monatlich umfassen und seit dem 21. Oktober für den Zeitraum September bis Dezember 2020 beantragt werden konnte. Die Frist endete am 31. März 2021.  

November- und Dezemberhilfe aufgrund der Schließungen 

Angesichts des Ende Oktober 2020 beschlossenen Lockdown light legte die Bundesregierung eine "außerordentliche Wirtschaftshilfe" auf, die die Unternehmen mit 75 Prozent ihres Umsatzausfalles für die Schließungen im November und Dezember kompensieren sollte. Sie wird weiterhin über die Länder ausgezahlt und konnte bis zum 30. April 2021 beantragt werden.  

Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe

Im Februar 2021 startete das Antragsverfahren zur "Überbrückungshilfe III", mit der die Bundesregierung die Überbrückungshilfe für den Zeitraum November 2020 bis Ende Juni 2021 fortsetzte. Verlängert und erweitert wurde das Programm als "Überbrückungshilfe III Plus" zunächst für dritte Quartal 2021, im September nochmals für das vierte Quartal 2021. Anträge können bis Ende 2021 gestellt werden. Unternehmen können nun mit bis zu 10 Millionen Euro pro Monat bezuschusst werden; die Maximalförderung aus Überbrückungshilfe III und Überbrückungshilfe III Plus beträgt 52 Millionen Euro. Ein für die Monate Juli, August und September 2021 eingeführter Personalkostenzuschuss, der beim Beschäftigungsaufbau helfen sollte, ist planmäßig ausgelaufen. Einzelheiten finden Sie in unseren FAQ zur Überbrückungshilfe III. 

Darüber hinaus trägt der Bund mit seiner Mitte Februar an den Start gegangenen "Neustarthilfe" der besonderen Situation von Soloselbstständigen Rechnung, die meist nur geringe Fixkosten nachweisen können und deshalb wenig von der Überbrückungshilfe profitieren. Auch diese Hilfen wurden bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Gleichzeitig erhöht sich die Neustarthilfe auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2021, sodass Soloselbstständige für den gesamten Förderzeitraum Januar bis Dezember 2021 nun bis zu 16.500 Euro erhalten können. Die "Neustarthilfe Plus" kann seit dem 14. Oktober auch für das vierte Quartal 2021 beantragt werden. Mehr Details gibt es in unserer FAQ zur Neustarthilfe. 

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Porträtbild Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand | Existenzgründung | Unternehmensnachfolge
Dr. Marc Evers Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge