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Überbrückungshilfe, Neustarthilfe & Co.

Was Unternehmen über Fristen, Voraussetzungen und Infoquellen wissen sollten
Bild Artikel Corona-Zuschuss

Die Finanzhilfen von Bund und Ländern sollen den Betrieben durch die Pandemie helfen

© Sebastian Condrea / Moment / getty images

Die Corona-Krise beeinträchtigt das Wirtschaften in Deutschland mittlerweile seit weit über einem Jahr. Vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen mussten ihren Geschäftsbetrieb wegen der Pandemie-Maßnahmen ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen. Bund und Länder leisten aktuell mit Überbrückungs- und Neustarthilfe Unterstützung.

Zuletzt hat die Bundesregierung am 9. Juni 2021 eine Verlängerung und Ausweitung der seit Februar beantragbaren Überbrückungshilfe III sowie der "Neustarthilfe" für Soloselbstständige bekanntgegeben. Die Überbrückungshilfe III Plus für den Zeitraum Juli bis September 2021 kann nun seit dem 23. Juli beantragt werden, die Neustarthilfe Plus seit dem 16. Juli

Bis zum 29. Juni 2021 wurden Corona-Hilfen in Höhe von rund 109,7 Milliarden Euro bewilligt:

Corona-Hilfen-Stand-Mai-2021

© DIHK

Ein chronologischer Überblick:

Um den Betrieben dabei zu helfen, ihre trotz der Umsatzeinbrüche fortlaufenden betrieblichen Fixkosten zu decken, riefen Bund und Länder im März 2020 zunächst die Soforthilfen ins Leben, die Mitte des Jahres von der Überbrückungshilfe abgelöst wurden.

Am 8. Juli 2020 ging die gemeinsame bundesweite Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de an den Start, über die Unternehmen mit Corona-bedingten Umsatzeinbrüchen Zuschüsse von mittlerweile bis zu 1,5 Millionen Euro pro Monat zu den Betriebskosten beantragen lassen können. Das Portal bietet seit Anfang Februar 2021 auch einen Push-Nachrichtendienst, den Sie beim Aufruf der Seite abonnieren können.

Überbrückungshilfe II als Zuschuss zu den Fixkosten

Das ursprüngliche Programm wurde im Sommer 2020 zur Überbrückungshilfe II weiterentwickelt, die bis zu 50.000 Euro monatlich umfassen und seit dem 21. Oktober für den Zeitraum September bis Dezember 2020 beantragt werden konnte. Die Frist endete am 31. März 2021.  

November- und Dezemberhilfe aufgrund der Schließungen 

Angesichts des Ende Oktober 2020 beschlossenen Lockdown light legte die Bundesregierung eine "außerordentliche Wirtschaftshilfe" auf, die die Unternehmen mit 75 Prozent ihres Umsatzausfalles für die Schließungen im November und Dezember kompensieren sollte. Sie wird weiterhin über die Länder ausgezahlt und konnte bis zum 30. April 2021 beantragt werden.  

Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe

Im Februar 2021 startete das Antragsverfahren zur "Überbrückungshilfe III", mit der die Bundesregierung die Überbrückungshilfe fortsetzte. Nach einer Verbesserung und Erweiterung mit dem Länder-Beschluss vom 19. Januar wurde das Programm im Juni nochmals verlängert – statt bis zum 30. Juni läuft es nun bis zum 30. September 2021 – und erweitert. Anträge für die verlängerte Phase sind nun möglich. Unternehmen können jetzt mit bis zu 10 Millionen Euro pro Monat bezuschusst werden; die Maximalförderung steigt auf 52 Millionen Euro. Zudem wurde ein Personalkostenzuschuss eingeführt, der für die Monate Juli, August und September 2021 beim Beschäftigungsaufbau helfen soll, und auch für insolvenzabwendende Restrukturierungen gibt es neue Hilfen. Einzelheiten finden Sie in unseren FAQ zur Überbrückungshilfe III. 

Darüber hinaus trägt der Bund mit seiner Mitte Februar an den Start gegangenen "Neustarthilfe" der besonderen Situation von Soloselbstständigen Rechnung, die meist nur geringe Fixkosten nachweisen können und deshalb wenig von der Überbrückungshilfe profitieren. Auch diese Hilfen wurden bis zum 30. September 2021 verlängert. Gleichzeitig erhöht sich die Neustarthilfe auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021, sodass Soloselbstständige für den gesamten Förderzeitraum Januar bis September 2021 nun bis zu 12.000 Euro erhalten können. Diese "Neustarthilfe Plus" kann seit dem 16. Juli beantragt werden. Mehr Details gibt es in unserer FAQ zur Neustarthilfe. 

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Porträtbild Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand | Existenzgründung | Unternehmensnachfolge
Dr. Marc Evers Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge