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Überbrückungshilfe, November-, Dezemberhilfe & Co.

Was Unternehmen über Fristen, Voraussetzungen und Infoquellen wissen sollten
Corona-Lockdown Dezember: leere Innenstadt von Dresden

Nach dem beeinträchtigten Weihnachtsgeschäft und der Verlängerung der Schließungen benötigen viele Betriebe Unterstützung

© Sean Gallup / Staff / Getty Images News

Seit März 2020 beeinträchtigt die Corona-Krise das Wirtschaften in Deutschland. Vor allem viele kleine und mittelgroße Unternehmen mussten ihren Geschäftsbetrieb aufgrund der Pandemie und wegen der zur Eindämmung verhängten Maßnahmen ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen. Die Bundesregierung leistet unter anderem mit Überbrückungs-, Neustart-, November- und Dezemberhilfe Unterstützung. Wissenswertes für IHKs und Unternehmen haben wir hier zusammengestellt.

Um den Betrieben dabei zu helfen, ihre trotz der Umsatzeinbrüche fortlaufenden betrieblichen Fixkosten zu decken, riefen Bund und Länder im März zunächst die Soforthilfen ins Leben, die Mitte des Jahres von der Überbrückungshilfe abgelöst wurden.

Am 8. Juli ging die gemeinsame bundesweite Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de an den Start, über die Unternehmen mit Corona-bedingten Umsatzeinbrüchen Zuschüsse von bis zu 50.000 Euro pro Monat zu den Betriebskosten beantragen lassen konnten. 

Überbrückungshilfe II als Zuschuss zu den Fixkosten

Das Programm wurde im Sommer zur Überbrückungshilfe II weiterentwickelt, die bis zu 50.000 Euro monatlich umfassen und seit dem 21. Oktober für den Zeitraum September bis Dezember 2020 beantragt werden kann. Bis zum 31. März 2021 ist dies rückwirkend möglich. Mehr Informationen zu Antragvoraussetzungen halten wir bereit in unserem Beitrag zum Start der Überbrückungshilfe II

November- und Dezemberhilfe aufgrund der Schließungen 

Angesichts des Ende Oktober beschlossenen Lockdown light legte die Bundesregierung eine außerordentliche Wirtschaftshilfe auf, die die Unternehmen mit 75 Prozent ihres Umsatzausfalles für die Schließungen im November kompensieren sollte. Dies kann mittlerweile bis zum 30. April 2021 beantragt werden. Einzelheiten können Sie in unserer FAQ zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe nachlesen.

(Verbesserte) Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe

Parallel kündigte die Bundesregierung eine Fortsetzung der Überbrückungshilfe als "Überbrückungshilfe III" an, zu der das Antragsverfahren noch im Januar starten soll. Mit dem Bund-Länder-Beschluss zum harten Lockdown ab Mitte Dezember wurde dieses Programm zudem zur "verbesserten Überbrückungshilfe III" erweitert, mit der Unternehmen in der Regel bis zu 200.000 erhalten können. Sind Unternehmen von staatlichen Schließungen direkt oder indirekt betroffen, sind 500.000 Euro pro Monat möglich.

Darüber hinaus trägt der Bund mit einer "Neustarthilfe" von bis zu 5.000 Euro der besonderen Situation von Soloselbstständigen Rechnung, die meist nur geringe Fixkosten nachweisen können und deshalb wenig von der Überbrückungshilfe profitieren. Über beide Programmteile informieren wir Sie in unserer FAQ zur Überbrückungshilfe III. 

Weiterführende Informationen

  • Eine Übersicht über die Hilfen inklusive einer Infografik hält das Bundesfinanzministerium auf seiner Website bereit. 
  • Den Stand der beantragten Mittel aus den genannten und weiteren Hilfsprogrammen können Sie auf dem neuen "Dashboard Deutschland" des Statistischen Bundesamtes recherchieren. 
  • Über Fragen zu finanziellen Unterstützungen hinaus hat die Corona-Pandemie viele weitere offene Fragen und Unklarheiten hervorgerufen: Wie steht es um Steuererleichterungen, wie geht man mit Gewerbemieten um, welche Maßnahmen können Unternehmen zum Gesundheitsschutz ergreifen? Die IHK-Organisation hat in zahlreichen Unternehmenskontakten die Fragen der Betriebe ermittelt und Antworten in den hier gesammelten FAQ zusammengestellt.
  • Wie es um die Stimmung der Betrieben während der Corona-Pandemie bestellt ist und wie sie die Geschäftslage in den kommenden Monaten einschätzen, können Sie zudem unseren regelmäßigen Corona-Blitzumfragen entnehmen.

Kontakt

Porträtbild Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand | Existenzgründung | Unternehmensnachfolge
Dr. Marc Evers Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge
Hände von zwei Menschen, von denen einer Geldscheine hält, der andere einen Vertrag unterschreibt

German Federal Support Measures

Möchten Sie internationale Geschäftspartner über die Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Krise informieren? Ein englischsprachiges Papier der AHKs, das die Programme beschreibt und Links listet, gibt es hier zum Download.