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Was bringt das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"?

Für kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern, die trotz der Covid-19-Pandemie weiter ausbilden, gibt es seit Anfang August unter bestimmten Umständen finanzielle Unterstützung vom Bund. Das Programm "Ausbildungsplätze sichern" wurde Mitte Dezember noch einmal ausgeweitet und verbessert.

Die "Ausbildungsprämie" in Höhe von 2.000 Euro pro Ausbildungsvertrag erhalten Betriebe, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und dennoch für das Ausbildungsjahr 2020 ebenso viele Ausbildungsverträge abschließen wie im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019.

Alternativ kann die "Ausbildungsprämie plus" beantragt werden. Sie greift, wenn zusätzliche Ausbildungsverträge unterzeichnet werden. In diesem Fall beträgt der Zuschuss pro Vertrag 3.000 Euro.

Voraussetzung für beide Prämien: Die Umsätze des Ausbildungsbetriebes müssen im Zeitraum April bis Dezember 2020

  • entweder in zwei Monaten durchschnittlich um mindestens 50 Prozent
  • oder in fünf zusammenhängenden Monaten durchschnittlich um mindestens 30 Prozent

unter dem Vorjahresniveau liegen. Zuvor hatten Betriebe Umsatzrückgänge von durchschnittlich mindestens 60 Prozent in April und Mai 2020 nachweisen müssen.

Beide Zuwendungen werden nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Zudem können Arbeitgeber, die trotz Kurzarbeit die Ausbildung regulär fortsetzen, einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung beantragen. Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat. Diese Regelung, die ursprünglich nur bis Ende 2020 laufen sollte, wurde bis Juni 2021 verlängert.

Auch wer Azubis aus einem Betrieb weiter ausbildet, der infolge der Corona-Krise insolvent geworden ist, kann Unterstützungsleistungen erhalten. Übernehmende Unternehmen werden für jeden sogenannten Insolvenzlehrling mit einmalig 3.000 Euro gefördert. Dies gilt seit Mitte Dezember unabhängig von der Betriebsgröße. Zudem wurde die Regelung bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Bei alldem gilt: Ein Anspruch auf Zahlung besteht nicht. Interessenten können die Förderung – auch rückwirkend zu den verbesserten Konditionen – unkompliziert bei den Agenturen für Arbeit beantragen.