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Was bringt das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"?

Seit Anfang August können kleine und mittlere Unternehmen, die trotz der Covid-19-Pandemie weiter ausbilden, unter bestimmten Umständen finanzielle Unterstützung beantragen:

Die "Ausbildungsprämie" in Höhe von 2.000 Euro pro Ausbildungsvertrag erhalten Betriebe, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und dennoch für das Ausbildungsjahr 2020 ebenso viele Ausbildungsverträge abschließen wie im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019.

Alternativ kann die "Ausbildungsprämie plus" beantragt werden. Sie greift, wenn zusätzliche Ausbildungsverträge unterzeichnet werden. In diesem Fall beträgt der Zuschuss pro Vertrag 3.000 Euro.

Beide Zuwendungen werden nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Zudem können Arbeitgeber, die trotz Kurzarbeit die Ausbildung regulär fortsetzen, einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung beantragen. Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat.

Auch wer Azubis aus einem Betrieb weiter ausbildet, der infolge der Corona-Krise insolvent geworden ist, kann Unterstützungsleistungen erhalten. Übernehmende Unternehmen werden für jeden sogenannten Insolvenzlehrling mit einmalig 3.000 Euro gefördert.

Ein Anspruch auf Zahlung besteht nicht.

Details zu den Angeboten und die Nummer einer Hotline für Arbeitgeber gibt es auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

Auch das Bundesarbeitsministerium hält Informationen zum neuen Bundesprogramm bereit. Dort finden Sie unter anderem die Förderrichtlinie und eine FAQ-Liste zum Download.