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Was passiert, wenn Unternehmen ihren Jahresabschluss verspätet offenlegen?

Das Bundesamt für Justiz hat dazu aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation verschiedene Maßnahmen beschlossen und veröffentlicht:

Unternehmen, die ihren Jahresabschluss 2018 (kalendergleiches Geschäftsjahr) nicht fristgerecht eingereicht und eine zwischen dem 6. Februar und dem 20. März 2020 ausgestellte Androhungsverfügung erhalten haben, sollen von Amts wegen Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen entschuldigter Offenlegungssäumnis erhalten. Sie müssen allerdings ihre Rechnungslegungsunterlagen innerhalb von sechs Wochen ab dem 1. Mai, also bis spätestens zum 12. Juni 2020, offenlegen. Dies soll auch für Unternehmen gelten, die in dem genannten Zeitraum eine weitere Androhung für frühere Geschäftsjahre erhalten haben.

Wird der Jahresabschluss 2019 (kalendergleiches Geschäftsjahr) von kapitalmarktorientierten Unternehmen nicht bis zum 30. April 2020 offengelegt, so wird laut Bundesamt für Justiz vor dem 1. Juli 2020 kein Ordnungsgeldverfahren eingeleitet.

Bei bereits eingeleiteten Vollstreckungsverfahren wegen fehlender oder verspäteter Offenlegung ist vorgesehen, eine der Situation angepasste Stundung auf Antrag zu ermöglichen. Zudem soll es zunächst keine neuen Vollstreckungsmaßnahmen geben.

Details zu den Optionen lesen Sie auf der Website des Bundesamtes für Justiz.