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Welche weiteren Erleichterungen gibt es für Unternehmen im Hinblick auf Steuerzahlungen?

Die Bundesregierung hatte 2020 verschiedene steuerliche Erleichterungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie erlassen. Hierdurch wurden beispielsweise Stundungen und die Anpassung von Vorauszahlungen möglich. Diese Maßnahmen wurden jetzt verlängert.

Stundung von Steuerzahlungen: Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag nunmehr bis zum 30. Juni 2021 gestundet werden können.

Auch die Möglichkeiten für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen zu lassen, wurde verlängert, ebenso wie die Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen.

Eine zusätzliche Erleichterung gibt es jetzt auch bei der Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer. Diese müssen Betriebe leisten, wenn sie ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen später als vorgeschrieben abgeben wollen. Jetzt kann diese Vorauszahlung auch 2021 ausgesetzt werden, wenn das Unternehmen stark von der Corona-Krise betroffen ist. Details können Sie in der FAQ-Liste des Bundesfinanzministeriums nachlesen.

Zudem bekommen Steuerberater mehr Zeit, um die 2019er-Steuererklärungen ihrer Mandanten einzureichen. Der Bundestag verlängerte am 28. Januar 2021 die Abgabefrist um ein halbes Jahr. Statt bis zum 28. Februar muss die Jahressteuererklärung 2019 damit erst bis zum 31. August 2021 abgegeben werden – allerdings nur in den Fällen, in denen ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein eingeschaltet wurde.

Auch auf der Website der Generalzolldirektion gibt es aktuelle Hinweise unter anderem zu Steuerstundungen oder Vollstreckungsaufschub. Weitergehende Informationen über die aktuell geltenden Steuererleichterungen bietet das Bundesfinanzministerium auf seiner Übersichtsseite zum Thema.