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Wie funktioniert die Überbrückungshilfe?

Die Soforthilfe, die kleine und mittlere Unternehmen und Organisationen sowie Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe bis zum 31. Mai beantragen konnten, wird abgelöst durch die sogenannte Überbrückungshilfe: Betriebe, die sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren, können für die Monate Juni bis August 2020 maximal 150.000 Euro erhalten.

Die genaue Definition der Zielgruppe, Infos über Fördervoraussetzungen und -höhe gibt es auf der Website des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi).

Einen Anhaltspunkt dafür, ob und wie viel Überbrückungshilfe Sie erwarten können, bietet ein unverbindliches Berechnungs-Tool der IHK-Organisation unter der Adresse www.ihk.de/ueberbrueckungshilfe.

Beantragt werden kann die Überbrückungshilfe über ein vom BMWi eingerichtetes und betreutes Portal unter der Adresse www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Wichtig: Den Antrag stellen kann nur ein vom berechtigten Unternehmen beauftragter Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Diese "prüfenden Dritten" können sich seit dem 8. Juli (Rechtsanwälte seit dem 10. August) auf dem Portal des BMWi registrieren und erhalten per Post die zur Antragstellung erforderliche PIN. Das zweistufige Authentifizierungsverfahren ist aus datenschutzrechtlichen Gründen erforderlich.

Die Anträge werden aus dem BMWi-Portal an die zuständige Institution in den Bundesländern weitergeleitet:

Bundesland

Zuständige Stelle

Einbindung von IHKs in die Antragsbearbeitung

Bayern

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

IHK München (zusammen mit den IHKs aus Passau, Würzburg und Augsburg): Entgegennahme, Prüfung der Anträge, Erlass der Bescheide und Auszahlung

Baden-Württemberg

Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (LBank)

keine

Berlin

Investitionsbank Berlin (IBB)

keine

Brandenburg

Investitionsbank Brandenburg (ILB)

keine

Bremen

Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB) sowie in Bremerhaven die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS)

HK Bremen: Hotline (first level support/grundlegende Fragen) sowie Unterstützung in der Antragsbearbeitung bzw. Prüfung

Hamburg

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)

keine

Hessen

Regierungspräsidium Gießen

keine

Mecklenburg-Vorpommern

Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern

keine

Niedersachsen

Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank)

Engagement in der NBank-Hotline

Nordrhein-Westfalen

die fünf Bezirksregierungen

IHKs Köln, Bonn und Aachen
helfen Mitgliedern bei der Suche
nach einem Steuerberater,
Wirtschaftsprüfer oder vereidigtem
Buchprüfer und kooperieren hier
mit dem Kölner Steuerberater-
Verband

Rheinland-Pfalz

Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)

IHK: Beratungshotline als erste Informations-Anlaufstelle

Saarland

Ministerium für Wirtschaft

IHK Saarland: gegebenenfalls Vorsortierung, Stichproben, Begutachtung

Sachsen

Sächsische Aufbaubank

keine

Sachsen-Anhalt

Investitionsbank Sachsen-Anhalt

keine

Schleswig-Holstein

Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

IHKs: mit 5 Vollzeitäquivalenten pro IHK in die (formelle) Antragsprüfung eingebunden

Thüringen

Thüringer Aufbaubank

keine

In seinem Überbrückungshilfen-Portal stellt das BMWi auch FAQ, Vollzugshinweise und Checklisten zur Verfügung. Auch eine spezielle Hotline für die "prüfenden Dritten" wurde geschaltet. 

Der DIHK rät potenziellen Antragstellern, sich zur Vorbereitung der Anträge und zur Abklärung von Fragen möglich bald zum Beispiel mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen beziehungsweise sich gegebenenfalls etwa einen Steuerberater zu suchen. Hier können die regionalen Steuerberaterkammern mit ihrem Suchverzeichnis weiterhelfen.