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Wie lange werden Kurzarbeitergeld und Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung gezahlt?

Arbeitgeber sollten ihren Arbeitsausfall schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit anzeigen. Auch Zeitarbeitsunternehmen können einen Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit melden.

Die Auszahlung an die einzelnen Arbeitnehmer erfolgt zunächst durch den Arbeitgeber. Die Bundesagentur für Arbeit erstattet das Kurzarbeitergeld anschließend an den Arbeitgeber. Die maximale gesetzliche Bezugsdauer beträgt grundsätzlich zwölf Monate, es können aber auch kürzere Zeiträume beantragt werden.

Die Bezugsdauer für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2020 entstanden ist, ist jüngst bis zum 31. Dezember 2021 und längstens auf bis zu 24 Monate verlängert worden.

Weiterhin wurden aktuell die bestehenden Sonderregelungen sowie die Übernahme der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung folgendermaßen verändert: Die erleichterten Bezugsregelungen für das Kurzarbeitergeld (Senkung der Schwelle der betroffenen Mitarbeiter auf 10 Prozent, Öffnung für Leiharbeitnehmer et cetera) wurden bis zum 31. Dezember 2021 verlängert, unter der Voraussetzung, dass die Betriebe bis zum 31. März 2021 Kurzarbeit eingeführt haben.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden auf Antrag von der Bundesagentur für Arbeit vom 1. Januar 2021 bis zum 30. Juni  2021 in voller Höhe und vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 50 Prozent pauschaliert erstattet, wenn der Betrieb bis zum 30. Juni 2021 Kurzarbeit eingeführt hat.