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Wirtschaftspartner Italien

Skyline von Mailand

Mailand war als eine der ersten italienischen Geschäftsmetropolen betroffen

© Marco_Bonfanti / iStock / Getty Images Plus

In der Liste der Länder mit der stärksten Ausbreitung des Coronavirus ist Italien auf Rang zwei gerückt; die Zahl der Infizierten ist dort mittlerweile fünfstellig. Das Virus trifft nach China einen weiteren für deutsche Unternehmen wichtigen Wirtschaftspartner.

Dazu einige Zahlen:

Deutsch-italienische Wirtschaftsbeziehungen

  • Italien ist der fünftwichtigste Handelspartner Deutschlands:
    Die deutschen Exporte nach Italien beliefen sich 2019 auf mehr als 68 Milliarden Euro (minus 2,4 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2018), die deutsche Importe aus Italien lagen bei 57,1 Milliarden Euro (minus 5,2 Prozent im Vergleich zu 2018).
  • Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Italiens:
    2019 entfielen 16,3 Prozent der italienischen Exporte und über 12 Prozent der italienischen Importe auf Deutschland.
  • Der bilaterale Handelsaustausch betrug 2019 insgesamt 125,2 Milliarden Euro und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent gesunken.
  • Die fünf wichtigsten Handelsregionen waren 2018:
  1. die Lombardei mit einem deutsch-lombardischen Handelsvolumen von 44,3 Milliarden Euro (zum Vergleich: Japan 44,2 Milliarden Euro)
  2. Venetien (19,7 Milliarden Euro, dagegen Brasilien: 16,8 Milliarden Euro)
  3. Emilia-Romagna (14,1 Milliarden Euro, Vietnam: 13,8 Milliarden Euro)
  4. Piemont (11,6 Milliarden Euro, Thailand: 11,1 Milliarden Euro)
  5. Latium (8,7 Milliarden Euro, Saudi-Arabien: 7,4 Milliarden Euro)
  • Die wichtigsten Handelsgüter Deutschlands und Italiens sind KFZ und KFZ-Teile, chemische Erzeugnisse, Maschinen und Nahrungsmittel.

Deutsche Wirtschaft in Italien

  • Die AHK Italien zählt rund 2.000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung im Land. Diese beschäftigen über 190.000 Mitarbeiter und erreichen einen Jahresumsatz von 108 Milliarden Euro.
  • Die deutschen Direktinvestitionen beliefen sich 2017 auf 41,6 Milliarden Euro.

Wirtschaftslage in Italien

  • 2019 verzeichnete das Land ein Wachstum von 0,2 Prozent – nach 0,8 Prozent im Jahr 2018. Für 2020 erwartet die EU-Kommission ein Wachstum von 0,3 Prozent, für 2021 ein Plus 0,6 Prozent.
  • Die Schuldenquote ist 2019 auf 136,2 Prozent gestiegen, 2009 hatte sie noch bei 112 Prozent gelegen. Für die nächsten Jahre wird mit keinem wesentlichen Rückgang gerechnet.
  • Die Arbeitslosenquote lag 2019 bei 10 Prozent. Bis 2021 wird keine merkliche Veränderung erwartet.

Kontakt

Porträtbild Sara Borella, Referatsleiterin West- und Mitteleuropa
Dr. Sara Borella Referatsleiterin West- und Mitteleuropa