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Fristverlängerung zur Schlussrechnung bei Corona-Hilfen

Abgabe nun bis zum 30. Juni 2023 möglich
Bild Artikel Corona-Zuschuss

Die Abrechnungsfristen für die Corona-Hilfen wurden in den kommenden Sommer verschoben

© Sebastian Condrea / Moment / Getty Images

Die Fristen zur Abgabe der Schlussrechnungen für die Corona-Zuschussprogramme wurden bis Mitte 2023 verlängert. Darauf hat jetzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hingewiesen.

Bei der Antragstellung hatten Empfängerinnen und Empfänger der Überbrückungshilfen oder der November- oder Dezemberhilfe ihre voraussichtlichen Umsatzeinbrüche und anfallenden Fixkosten geschätzt. Sie sind nun verpflichtet, die tatsächlichen Werte in einer Schlussrechnung zu melden. So zeigt sich, ob sie gegebenenfalls zu viel gezahlte Hilfen zurückzahlen müssen, oder ob sie eine Nachzahlung erhalten (Ausnahme ist die Überbrückungshilfe I).

Ohne Schlussrechnung Rückzahlung in voller Höhe

Erfolgt keine Schlussabrechnung, müssen die Förderleistungen in voller Höhe zurückgezahlt werden. Die Einreichung der Schlussabrechnung erfolgt über prüfende Dritte.

Weil die Bewilligungsstellen und die eingebundenen prüfenden Dritten derzeit – unter anderem wegen der Grundsteuerreform – stark belastet sind, haben Bund und Länder die Frist zur Einreichung der Schlussabrechnung für die Corona-Zuschussprogramme bis zum 30. Juni 2023 verlängert.

Abrechnung "im Paket"

Die Fristverlängerung gilt für beide Pakete der Schlussabrechnung:

  • Für das Paket I (Überbrückungshilfe I bis III, November-/Dezemberhilfe) ist die Einreichung der Schlussabrechnung bereits seit Mai 2022 möglich.
  • Für das Paket II (Überbrückungshilfe III Plus und IV) wird die Schlussabrechnung voraussichtlich ab Oktober 2022 möglich sein.

Die gebündelte Einreichung von Schlussabrechnungen für mehrere Programme ermöglicht eine effiziente Bearbeitung und hilft, zusätzlichen Aufwand für die Unternehmen und prüfenden Dritten zu vermeiden.

Weitere Verlängerung in Ausnahmefällen

Für Einzelfälle, in denen eine weitere Verlängerung für die Einreichung der Schlussabrechnung erforderlich wird, soll das digitale Antragsportal ab Anfang 2023 die Möglichkeit bieten, eine "Nachfrist" bis 31. Dezember 2023 zu beantragen.

Alle Infos rund um die Corona-Zuschussprogramme gibt es auch unter der Adresse www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

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Porträtbild Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand | Existenzgründung | Unternehmensnachfolge
Dr. Marc Evers Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge