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"Wir brauchen nun schnelle und einfache Lösungen"

DIHK-Präsident Peter Adrian zu den Konsequenzen der Flutkatastrophe
Peter Adrian

DIHK-Präsident Peter Adrian

© DIHK / Werner Schuering

Die Unternehmen in den Flutgebieten benötigen nun sehr schnell Klarheit darüber, ob und wie es für sie weitergehen kann. Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, zur Lage und dazu, was nun passieren muss.

Adrian: "Viele Tausend Betriebsstandorte wurden durch die jüngsten Hochwasser-Ereignisse zerstört oder beschädigt. Sehr viele weitere Unternehmen sind durch die vom Hochwasser ganz oder teilweise fehlenden Straßen, Schienen oder Netze in ihren betrieblichen Aktivitäten stark behindert.

Wir brauchen deshalb nun schnelle und einfache Lösungen für die betroffenen Unternehmensstandorte und für den Wiederaufbau der Infrastruktur. Denn für die Unternehmen muss sehr schnell Klarheit darüber geschaffen werden, ob und wie sie ihren Neustart in klimaangepasster Bauweise am bisherigen Standort angehen können. Die Betriebe und ihre Belegschaften setzen ihre Hoffnungen auf solche Zukunftsperspektiven.

Sowohl Unternehmen als auch Verwaltungen in den betroffenen Regionen brauchen nun Unterstützung, um die Planungs- und Genehmigungsverfahren vor Ort zu beschleunigen: Übergeordnete oder benachbarte Behörden, aber auch Planungsexperten aus Bundes- und Landeseinrichtungen können hoffentlich vielfach bei diesen Verfahren unterstützen. Den Unternehmen würden wiederum wo immer möglich beschleunigte Zulassungsverfahren oder Genehmigungsfreistellungen zugutekommen.

Aufgrund der Erfahrungen bisheriger Hochwasser empfiehlt es sich schließlich, klimaangepassten, nachhaltigen Überschwemmungsschutz einerseits sowie die Standortentwicklung andererseits ausgleichend zu berücksichtigen. Das bedeutet konkret, dass alle relevanten Akteure – von der Stadt- und Regionalplanung über den Umwelt- und Gewässerschutz bis zu den ansässigen Unternehmen – von Beginn an den Prozess des Wiederaufbaus gemeinsam gestalten sollten."