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Ausfuhren nach Russland sinken auch im September

Deutsche Anbieter haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen September Waren im Wert von 1,1 Milliarden Euro in die Russische Föderation ausgeführt, das entspricht einem Rückgang um 52,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Weltweit bezifferten sich die Exporte deutscher Unternehmen im Berichtsmonat kalender- und saisonbereinigt auf 142,1 Milliarden Euro – ein Zuwachs von (nominal) 20,2 Prozent im Vorjahresvergleich.

Importe ebenfalls rückläufig

Aus Russland nach Deutschland eingeführt wurden im September 2022 Waren im Wert von 1,8 Milliarden Euro, das bedeutet gegenüber September 2021 ein Minus von 37,4 Prozent. Dieser Rückgang wäre ohne die weiter steigenden Energiepreise noch deutlicher ausgefallen. Legt man die Menge zugrunde, sanken die russischen Importe binnen Jahresfrist um 66,6 Prozent.

Erdöl und Erdgas blieben die wichtigsten Importgüter aus Russland. Weitere bedeutende Einfuhren betrafen Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (plus 59,9 Prozent auf 0,4 Milliarden Euro) sowie Metalle (minus 42,1 Prozent auf 0,2 Milliarden Euro).

Der größte Handelspartner für deutsche Importe war im September 2022 China mit einem Volumen von 16,8 Milliarden Euro (Anstieg 35 Prozent gegenüber September 2021).

Haupt-Exportmarkt USA deutlich im Plus

Wichtigstes Zielland für die deutschen Exporteure waren im September 2022 erneut die USA. Dorthin wurden Waren im Wert von 15,4 Milliarden Euro geliefert (plus 43,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat). Besonders gut verkauften sich in den USA Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile (plus 63,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro) und pharmazeutische Erzeugnisse (plus 60,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro).

Weitere Einzelheiten und eine Infografik finden Sie auf der Website des Statistischen Bundesamtes.