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Deutschland auch bei wichtigen Metallen von russischen Importen abhängig

IW Köln veröffentlicht Studie zu Rohstoffeinfuhren aus der Föderation
Stück Nickelerz in der Hand eines Bergarbeiters

Rund 40 Prozent der deutschen Nickel-Einfuhren kommen bislang aus Russland

© Photon-Photos / iStock / Getty Images Plus

Nicht nur beim Erdgas ist Deutschland derzeit die Russische Föderation angewiesen, auch für die Metalle Chrom, Nickel und Palladium ist das Land ein wichtiger Lieferant. Das geht aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor.

Der Studie zufolge setzt Deutschland vor allem bei Nickel auf russische Importe: Von dort stammten 2019 – im letzten Jahr vor der Corona-Pandemie – 40 Prozent aller Einfuhren des Metalls. Nickel wird in der Industrie heute überwiegend bei der Herstellung korrosionsfreier Stahllegierungen verwendet. Mit dem Ausbau der Elektromobilität wird in Zukunft allerdings deutlich mehr Nickel für die Produktion von Batterien benötigt werden.

Wie das IW Köln aufzeigt, deckt Deutschland auch seinen Palladium-Bedarf zu 25,3 Prozent in Russland. Das Metall wird vorwiegend beim Bau von Autokatalysatoren, in der chemischen Industrie und in der Elektrotechnik genutzt. Zudem stammen 20 Prozent der deutschen Chrom-Einfuhren aus der Föderation. Der Stoff kommt vor allem bei der Produktion von Edelstählen, Chemikalien und Pigmenten zum Einsatz.

Auch bei weiteren Rohstoffen identifiziert das IW Köln – allerdings geringere – Abhängigkeiten von russischen Einfuhren, etwa bei Kadmium, Aluminium oder Phosphaten.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf der Website des IW Köln.