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Energieintensive Industrien können jetzt Zuschüsse beantragen

Milliardenschweres Förderprogramm am 15. Juli gestartet
Aluminium-Herstellung

Besonders viel Energie benötigt beispielsweise die Aluminium-Industrie

© Funtay Creative / iStock / Getty Images Plus

Nachdem die EU-Kommission die vierte Säule des deutschen Maßnahmenpakets für überdurchschnittlich von den Folgen des Kriegs in der Ukraine betroffene Unternehmen genehmigt hat, können seit dem 15. Juli, 10 Uhr, Anträge für das "Energiekostendämpfungsprogramm" gestellt werden.

Vor dem Hintergrund der rapide steigenden Energiepreise hatten das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium und das Bundesfinanzministerium am 8. April ein Maßnahmenpaket für Betriebe vorgestellt, die besonders unter der Kostenexplosion leiden. Nach dem KfW-Kreditprogramm, den erweiterten Bund-Länder-Bürgschaftsprogrammen und dem Margining-Absicherungsinstrument kann nun auch das Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) für energieintensive Industrien anlaufen.

Zuschüsse nach Betroffenheit gestaffelt

Antragsberechtigte energie- und handelsintensive Unternehmen können hiernach bis zum 31. August einen Zuschuss zu ihren gestiegenen Erdgas- und Stromkosten in Höhe von maximal 50 Millionen Euro erhalten. Das Hilfsprogramm hat ein geplantes Volumen von insgesamt bis zu 5 Milliarden Euro.

Die Bundesregierung fördert mit dem EKDP einen bestimmten Anteil der zwischen Februar und September 2022 entstandenen zusätzlichen Kosten für Erdgas und Strom, soweit sich deren Preise im Vergleich zum Durchschnittspreis 2021 mehr als verdoppelt haben. Die Sätze bemessen sich in drei Stufen nach der jeweiligen Betroffenheit der Unternehmen.

Eine gute Zusammenschau der Fakten rund um Berechtigung und Beantragung stellt die IHK Lippe zu Detmold auf ihrer Website zur Verfügung.

Bafa betreut das Förderprogramm

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) ist mit der Umsetzung des Zuschussprogrammes betraut. Informationen zum EKDP und zur Beantragung finden Sie auf der Website des Bafa, die Pressemitteilung der Bundesregierung auf der Website des Bundeswirtschaftsministeriums.

Kontakt

Frau im Haus der Deutschen Wirtschaft
Dr. Ulrike Beland Referatsleiterin Ökonomische Fragen der Energie- und Klimapolitik