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Europas Wirtschaft ist bestürzt und betroffen vom Angriff auf die Ukraine

DIHK-Präsident Peter Adrian: Wirtschaftliche Folgen "ganz sicherlich schwerwiegend"
Landkarte Ukraine

Die russische Invasion macht die Ukraine zum Kriegsgebiet

© Pete_Flyer / iStock / Getty Images Plus

Der russische Einmarsch in der Ukraine hat auch enorme Auswirkungen auf deutsche Unternehmen und ihre Beschäftigten – sowohl in den direkt betroffenen Regionen wie in Deutschland. "Die wirtschaftlichen Folgen dieser Invasion sind noch nicht absehbar, sie sind aber ganz sicherlich schwerwiegend", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian in einer ersten Reaktion auf Medienanfragen.

Sowohl in der Ukraine als auch in Russland sind insgesamt auch mehrere tausend deutsche Unternehmen aktiv. Peter Adrian: "Als DIHK-Präsident denke ich heute ganz besonders an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Unternehmen und der Auslandshandelskammer in der Ukraine. Auch auf die Beschäftigten der deutschen Unternehmen und der Auslandshandelskammer in Russland kommen jetzt erhebliche Unsicherheiten zu."

Wie Adrian zeigte sich auch der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes, "zutiefst erschüttert über den russischen Überfall auf die Ukraine". Dies sei ein durch nichts zu rechtfertigender Angriff auf einen souveränen Staat, seine Bürgerinnen und Bürger sowie auf den Frieden in Europa und der Welt insgesamt. "Es muss jetzt alles getan werden, um Menschenleben zu retten. Wir unterstützen alle Entscheidungen und Maßnahmen der Bundesregierung und der internationalen Gemeinschaft, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden", sagte Hermes. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft habe sich seit 70 Jahren um den Aufbau wirtschaftlicher Beziehungen mit Osteuropa bemüht. "Wir haben uns dabei immer auch als „Brückenbauer“ gesehen, der zur politischen und gesellschaftlichen Verständigung und Aussöhnung mit der Region beiträgt", so Hermes. "Aus Geschäftspartnern sind dabei vielfach Freunde geworden. Die Erfolge dieser Arbeit werden heute massiv in Frage gestellt. Wir appellieren daher auch an unsere vielen russischen Freunde und Partner: Erheben Sie Ihre Stimme und helfen Sie mit, diesen Krieg zu beenden!“

Der Präsident der europäischen Kammer-Dachorganisation Eurochambres, Luc Frieden, sagte nach einem Krisentreffen des Vorstands: "Als pan-europäische Organisation mit Mitgliedern sowohl in der Ukraine als auch in Russland ist Eurochambres davon überzeugt, dass Handel Menschen auch über politische und kulturelle Grenzen hinaus verbinden kann, um Wohlstand zu mehren und Sicherheit zu stärken. Aber Handel beruht auf einer Regel-basierten internationalen Ordnung, die Russlands Aktionen auf gefährliche Weise untergräbt." 

Aktuelle Meldungen für Unternehmen, Wirtschaft und andere Interessierte posten wir in diesem Dossier

Hintergrundinformationen zu Russland, Ukraine, Handelsbeziehungen und Energiethemen haben wir hier zusammengestellt. 

DIHK-Präsident Peter Adrian

DIHK-Präsident Peter Adrian

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst