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Importpreise im Mai erneut gestiegen

Fast 31 Prozent höher als im Vorjahresmonat

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigen den Trend der Vormonate: Die Preise deutscher Importe legten im vergangenen Mai um 30,6 Prozent gegenüber Mai 2021 zu. Immerhin wurde damit der Rekordanstieg von April (31,7 Prozent) nicht überboten. Im Vergleich zum Vormonat April kletterte das Preisniveau der Einfuhren im Mai 2022 nochmals um 0,9 Prozent.

Preistreiber bleiben die Energiekosten: Vor allem Erdgas war im Berichtsmonat mit einem Plus von 235,6 Prozent mehr als dreimal so teuer wie im Mai 2021. Insgesamt legten die Preise der Energieeinfuhren laut Statistischem Bundesamt im Vorjahresvergleich um knapp 144 Prozent zu. Erheblich teurer als ein Jahr zuvor waren auch Mineralölerzeugnisse mit einem Preisanstieg um 104,6 Prozent und Erdöl mit einem Aufschlag von 80,2 Prozent.

Für die Einfuhr von Vorleistungsgütern musste im vergangenen Mai 24,5 Prozent mehr bezahlt werden als im Mai 2021. Besonders stark verteuerten sich binnen Jahresfrist beispielsweise der Import von Düngemitteln und Stickstoffverbindungen (plus 172,6 Prozent), von Rohaluminium (plus 70,9 Prozent) oder von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (plus 54,8 Prozent).

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Berichtsmonat um 8,1 Prozent über denen des Vorjahres; die Einfuhr von Verbrauchsgütern verteuerte sich gegenüber Mai 2021 um 13,1 Prozent. Überdurchschnittlich stark kletterten im Vorjahresvergleich etwa die Preise für pflanzliche und tierische Öle und Fette mit 37,3 Prozent sowie für Fleisch und Fleischerzeugnisse mit 24,8 Prozent.

Mehr Details und eine Infografik gibt es auf der Website des Statistischen Bundesamtes.