Pfadnavigation

Krieg in der Ukraine treibt Getreidepreise weiter nach oben

International hohe Nachfrage trifft auf schrumpfendes Angebot
Reifer Weizen vor blauem Himmel

Vor allem Weizen ist erheblich teurer geworden

© Dan Brownsword / Image Source / Getty Images

Die Preise für Weizen, Gerste, Mais und Co. haben massiv zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verteuerten sich die Getreideimporte im vergangenen März gegenüber dem Vorjahresmonat um 53,6 Prozent, die Erzeugerpreise kletterten sogar um 70,2 Prozent.

Nach Angaben von Destatis stammten 2021 zwar nur zwei Prozent der deutschen Getreideeinfuhren – also lediglich 11,4 Millionen Tonnen – aus der Ukraine und Russland. Dennoch haben nach Kriegsbeginn die bereits zuvor feststellbaren Preisanstiege auch hierzulande nochmals deutlich an Fahrt aufgenommen.

Die Teuerungen betreffen alle Getreidearten: Die Importpreise für Weizen, Gerste, Roggen und Hafer legten im Vorjahresvergleich um 65,3 Prozent zu, Mais kostete 37,4 Prozent mehr. Damit verteuerte sich die Einfuhr von Getreide deutlich stärker als die Importe insgesamt (plus 31,2 Prozent).

Auch die Erzeugerpreise für Getreide explodieren. Beispielsweise erhielten die Produzenten für Weizen im März dieses Jahres 70,2 Prozent mehr als im März 2021, bei Brotroggen betrug die Preissteigerung sogar 86,1 Prozent.

Als Gründe für den Preisanstieg nennt das Statistische Bundesamt neben dem Krieg in der Ukraine hohe Düngemittelpreise, steigende Transport- und Energiekosten und eine wachsende weltweite Nachfrage bei einem gleichzeitig verknappten Angebot – nicht nur in den "Kornkammern" Ukraine und Russland. Denn auch in weiteren wichtigen Anbauländern wie etwa den USA oder Australien ist der Ernteertrag wegen ungünstiger Wetterbedingungen geringer ausgefallen.

Details zur Preisentwicklung bei Getreide erfahren Sie auf der Website von Destatis.