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Ölpreise steigen auf Mehrjahreshoch

Russisches Öl ein Ladenhüter – Opec erhöht Fördermenge kaum

Die Invasion Russlands in die Ukraine treibt den Ölpreis weiter: Die Sorte Brent kostete am 2. März 113 US-Dollar je Barrel – ein Höchststand seit 2014. Das amerikanische Leichtöl WTI überschritt Mitte der Woche die Grenze von 110 Dollar je Barrel.

Ebenfalls am Mittwoch beschlossen die sogenannten Opec-plus-Staaten – eine Allianz 23 erdölexportierender Länder inklusive Russland –, die Ölproduktion wie bereits in den vergangenen Monaten um lediglich 400.000 Fass pro Tag anzuheben.

Zur Preisrallye trägt zudem bei, dass viele Händler und Reeder kein russisches Erdöl mehr kaufen oder transportieren, weil sie den Angriff auf die Ukraine nicht indirekt unterstützen wollen.

Um gegenzusteuern, hat die Internationale Energieagentur IEA die Freigabe von 60 Millionen Barrel aus strategischen Ölreserven bekanntgegeben – das ist so viel, wie Russland üblicherweise in zwei Wochen liefert.

Die Folgen der Verknappung sind an den Tankstellen deutlich zu spüren: Nach einer Auswertung des Automobilclubs ADAC stiegen die Preise von Super E10 und Diesel auf neue Allzeithochs. Auch LNG-Gas (verflüssigtes Erdgas), das ebenfalls als Kraftstoff Verwendung findet, hat sich deutlich verteuert.

Weitere Informationen zur Ölpreisentwicklung gibt es auf der Website der "Tagesschau".