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"Corona-Schutzschild wird sich für uns alle auszahlen"

DIHK: Gutes Paket um Notfallfonds für Klein-Unternehmer ergänzen
Autofabrik ohne Mitarbeiter

Stillstand vermeiden: Die Hilfen der Bundesregierung sollen Betriebe zahlungs- und handlungsfähig halten

© Morsa Images / E+ / Getty Images

Das jetzt von der Bundesregierung vorgestellte Corona-Schutzschild für die Wirtschaft bewertet Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), als "mutige Stützungsaktion".

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier haben am Freitag Mittag (13.03.2020) ein Konzept präsentiert, wie den Betrieben mit Liquiditätshilfen und weiteren Maßnahmen durch die Corona-Krise geholfen werden soll.

"Das Gesamtpaket ist ein wichtiges Signal, das die deutschen Unternehmen jetzt brauchen", so Schweitzer. "Die deutsche Wirtschaft erhält dadurch eine Chance, besser durch diese extreme Krise zu kommen."

Es sei aktuell "entscheidend, eigentlich kerngesunde Unternehmen in dieser Sondersituation mit Liquiditätshilfen zahlungs- und handlungsfähig zu halten". Denn: "Wir alle werden angesichts der historischen Herausforderung auch auf eine starke Wirtschaft angewiesen sein. Langfristig wird sich diese mutige Stützungsaktion für uns alle auszahlen."

Als rasche Ergänzung verlangt der DIHK angesichts der übers Wochenende zunehmenden Einschränkungen einen Notfallfonds für Kleinstunternehmen: „Wir müssen jetzt ganz schnell die Existenz von Solo-Selbständigen und Kleinstunternehmen absichern", so Schweitzer. "Bei diesen Unternehmern fällt der Umsatz über Nacht drastisch, manchmal bis auf Null. Und sie wissen aktuell nicht, wann sie wieder Aufträge bekommen und diese annehmen dürfen."

In vielen Fällen werden diese Soloselbständigen und Kleinstunternehmen nach den Worten Schweitzers "in dieser Situation auch keinen Kredit" bekommen: "Deshalb brauchen wir jetzt sehr schnell einen staatlichen Notfallfonds, der diesen Kleinstunternehmerinnen und -unternehmern unbürokratisch für die kommenden Wochen und Monate Überbrückungsgelder beziehungsweise direkte Hilfe zum Lebensunterhalt auszahlt. Damit würde das bereits sehr gute Schutzschild-Paket der Bundesregierung um einen wichtigen Punkt ergänzt.“

Nach dem Spitzengespräch, zu dem Vertreter der Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend des 13. März ins Kanzerlamt eingeladen waren, hatte sich der DIHK-Präsident bereits so geäußert. Diese Treffen, so Schweitzer, sollten "im Interesse aller" fortgesetzt werden: "Es ist für uns alle eine sehr ernste Situation. Aber es ist unter anderem eine Stärke Deutschlands, dass wir in schwierigen Phasen zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften partnerschaftlich agieren können. Wie von der Bundesregierung angeboten, müssen wir gemeinsam überlegen, welche weiteren Maßnahmen als Ergänzung zu diesem guten Paket sinnvoll sind."

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Dr. Rainer Kambeck Bereichsleiter Wirtschafts- und Finanzpolitik, Mittelstand

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