Pfadnavigation

"Green Deal" muss auch für die Betriebe ein guter Deal sein

DIHK und WKÖ veröffentlichen gemeinsames Impulspapier
Zuckerrohrfabrik mit Plantage im Vordergrund

Klimaschutz tut not, kann aber nur gemeinsam mit der Wirtschaft funktionieren

© Bidstrup / iStock / Getty Images Plus

Bis 2050 soll Europa nach dem Willen der designierten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Klimaneutralität erreichen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sich gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zum "Green Deal" positioniert.

"Für die deutschen Unternehmen ist es wichtig, beim Green Deal den Fokus auf Maßnahmen zu legen, die Klimaschutz mit positiven Impulsen für die Wirtschaft verbinden", erläutert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Haltung des DIHK. "Ein erfolgreicher Green Deal muss auch ein guter Deal für die europäischen Unternehmen sein, die bereits heute entscheidend zur Energiewende beitragen."

Wichtig seien gute Rahmenbedingungen dafür, dass Betriebe selbst erneuerbare Energie produzierten. "Die EU sollte daher eine mutige Initiative für die Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie ergreifen", so Dercks' Appell. "Hier bestehen in Deutschland wie in anderen europäischen Ländern zu viele Hürden."

Der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer fordert die EU zudem auf, den Green Deal als Chance zu begreifen, die eigene Klimaschutzpolitik wieder global zu vernetzen. "Es macht Sinn, nach 2020 zumindest einen Teil der Treibhausgasminderungen außerhalb der EU zu erreichen und ein solches Engagement auf die eigenen Ziele anzurechnen."

Hierfür bedürfe es funktionierender Marktmechanismen, im besten Fall unter dem Dach des Pariser Klimaschutzabkommens. "Solch eine Internationalisierung ist erst recht notwendig, wenn die EU sich ambitioniertere Ziele setzen sollte", warnt Dercks.

Dieser Ansatz findet sich auch in dem DIHK-WKÖ-Papier wieder, das hier zum Download bereitsteht:

The European ‘Green Deal’:  From ever-higher targets to growth and competitiveness in the EU (PDF, 150 KB)


Kontakt

Junger Mann vor Gemälde im Haus der deutschen Wirtschaft
Julian Schorpp Referatsleiter Europäische Energie- und Klimapolitik

Kontakt

Avatar weiblich
Franziska Stavenhagen Pressesprecherin