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"Green Deal" verlangt Kraftakt von vielen Unternehmen

DIHK: Einsparvorgaben sind keine Wachstumsstrategie
Europaflaggen vor dem Europäischen Parlament in Brüssel

Aus Brüssel ist wenig zusätzliches Geld für das Investitionsprogramm zu erwarten

© artJazz / iStock / Getty Images Olus

Der "Green Deal" der EU-Kommission wirft für die Wirtschaft einige Fragen auf. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), weist auf die Herausforderungen hin, die das Paket mit sich bringt.

"Die sehr ambitionierten Klimaschutzziele der EU verlangen von vielen deutschen Unternehmen einen Kraftakt", betont Schweitzer. Dass die Kommission hierfür nun Unterstützung biete, sei "ein wichtiges Signal". Das angekündigte Investitionsprogramm werde jedoch "bei Weitem nicht ausreichen".

Denn im Kern würden lediglich bereits geplante öffentliche Mittel umgeschichtet; den Löwenanteil der versprochenen 1.000 Milliarden Euro solle der Privatsektor selbst stemmen, stellt der DIHK-Präsident klar.

Solche klimafreundlichen Investitionen würden aber nur getätigt, "wenn die EU die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Europa viel stärker in den Fokus des 'Green Deal' rückt", warnt Schweitzer. "Wie aus immer schärferen CO2-Einsparvorgaben, insbesondere für das Jahr 2030, eine Wachstumsstrategie für Europa werden könnte, bleibt weiter ungeklärt."

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Julian Schorpp Referatsleiter Europäische Energie- und Klimapolitik

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst