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"Schnellstens Brexit-Entscheidung herbeiführen!"

DIHK-Präsident Schweitzer zu den Wahlen in UK
Zwei Würfel mit EU-Flagge, Union Jack und der Aufschrift "Deal" bzw. "No Deal"

Kommt ein Brexit mit Deal? Die Unternehmen hoffen darauf.

© Rawf8 / iStock / Getty Images Plus

Die Briten haben sich in ihren Parlamentswahlen klar für die Konservativen um Premierminister Boris Johnson entschieden. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hofft nun auf rasche Klarheit zum EU-Austritt des Landes.

Nach der Wahl im Vereinigten Königreich (UK) müsse "jetzt schnellstens eine Entscheidung beim Brexit herbeigeführt werden, um einen noch immer drohenden No-Deal abzuwenden", betont Schweitzer. Die seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 anhaltende Unsicherheit habe die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien beeinträchtigt: In dieser Zeit sei UK von Platz fünf auf Platz sieben der wichtigsten deutschen Handelspartner abgerutscht.

Auch für die Zukunft sieht es laut Schweitzer "nicht besser aus". Er verweist auf eine aktuelle DIHK-Umfrage, der zufolge mehr als die Hälfte der deutschen Betriebe in Großbritannien für 2020 eine schlechtere wirtschaftliche Entwicklung im Land erwartet.

"Aufgrund der Unklarheit über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen sind die deutschen Unternehmen vor Ort zurückhaltend bei ihren Investitions- und Beschäftigungsplänen", berichtet der DIHK-Präsident. "So will zum Beispiel jedes fünfte deutsche Unternehmen im Vereinigten Königreich Stellen abbauen." Dabei unterhielten deutsche Betriebe in Großbritannien 2.500 Niederlassungen und beschäftigten über 400.000 Mitarbeiter.

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Mathias Dubbert Referatsleiter Europapolitik, EU-Finanzierungsinstrumente, Europäische Außenwirtschaftsförderung

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