Pfadnavigation

"Weg aus der Krise kann nur gemeinsam gelingen"

DIHK-Präsident Eric Schweitzer zum EU-Sondergipfel
Von der Leyen beim EU-Sondergipfel in Brüssel

Es gibt viel zu tun: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf dem Weg zum EU-Gipfel

© European Union, 2020

Für ein einheitliches europäisches Vorgehen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie wirbt Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, anlässlich des aktuellen EU-Sondergipfels in Brüssel.

Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten am heutigen Freitag auch über den Binnenmarkt. DIHK-Präsident Schweitzer verweist auf die Sorge, mit der die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft auf die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa blickt.

Unterschiedliche Vorschriften belasten Unternehmen

"Schon heute bedeutet der Flickenteppich aus unterschiedlichen Reisebeschränkungen für die Betriebe zusätzlichen Aufwand, der ihnen das grenzüberschreitende Wirtschaften erschwert", betont er. "Häufige und teils kurzfristige Veränderungen bei Teststrategie, Quarantänevorgaben sowie Reisewarnungen schaffen zusätzliche Unsicherheit und verstärken das wirtschaftliche Risiko." Außerdem sorgten unterschiedliche Vorschriften in den einzelnen EU-Ländern bei den Betrieben für immensen Informations- und Planungsaufwand, so Schweitzer.

Funktionsfähiger Binnenmarkt "zentral" für die Betriebe

"Ein weiteres unkoordiniertes Einschränken des Binnenmarktes wie zu Beginn der Pandemie würde den mühevollen Neustart der Betriebe deutlich schwächen", warnt der DIHK-Präsident. "Die EU-Staats- und Regierungschefs sollten sich deshalb bei ihrem Gipfeltreffen auf eine gemeinsame Vorgehensweise für erforderliche Corona-Reisebeschränkungen einigen. Denn für die Erholung der Wirtschaft ist die Rückkehr zu einem voll funktionierenden Binnenmarkt zentral."

Vertiefung bleibt Daueraufgabe

Daneben bleibe es "eine Daueraufgabe, den Binnenmarkt zu vertiefen", so Schweitzer. "Statt krisengeschüttelte Betriebe mit weiteren Anforderungen zu belasten, muss verzichtbare Bürokratie abgebaut werden. Besonders wichtig ist zudem ein besserer Zugang zu allen relevanten Informationen und Verwaltungsverfahren in anderen europäischen Ländern, um den Betrieben Zeit- und Kostenaufwand bei ihren grenzüberschreitenden Geschäften zu ersparen."

Kontakt

Porträtbild Annelise Badinand, Referatsleiterin EU-Wirtschaftsrecht, Deutsches und Intern. Handelsrecht (EUR)
Annelise Badinand Referatsleiterin EU-Wirtschaftsrecht, Deutsches und Intern. Handelsrecht (EUR)

Kontakt

Avatar weiblich
Franziska Stavenhagen Pressesprecherin
Wortmarke Deutsche Ratspräsidentschaft

© DIHK