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Aktionsplan Kreislaufwirtschaft mit Augenmaß umsetzen

Dercks: Sowohl Umwelt als auch Unternehmen könnten profitieren
alte Elektrogroßgeräte - Spülmaschine, Herd, Waschmaschine - stehen zur Abholung auf der Straße

Schrott oder Rohstoff? Die EU-Kommission will unter anderem die Sammlung und Behandlung von Altgeräten verbessern

© Animaflora / iStock / Getty Images Plus

Als Teil des "Green Deal" hat die EU-Kommission am 10. März ihre Vorhaben zur Kreislaufwirtschaft präsentiert. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht in dem Paket auch Chancen für die Betriebe – vorausgesetzt, die Ausgestaltung stimmt.

"Deutsche Unternehmen schauen mit Sorge auf den EU-Aktionsplan Kreislaufwirtschaft", skizziert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Stimmung.

Sorge vor mehr Dokumentationspflichten und Behördenkontakten

"Klar ist: Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stellen aus wirtschaftlicher Sicht wichtige Ziele dar, zu deren Förderung die Betriebe in Deutschland bereits erheblich beitragen", so Dercks. Der Umfang der nun angekündigten Maßnahmen bewirke bei vielen kleinen und mittleren Unternehmen allerdings Verunsicherung. Je nach weiterer Ausgestaltung seien deutlich mehr Dokumentationspflichten und Behördenkontakte zu erwarten.

"Bei einem neuen Rechtsrahmen für nachhaltige Produkte und Batterien, einem Anspruch auf Reparatur oder neuen Ökodesign-Regeln kommt es für die Betriebe maßgeblich auf eine Umsetzung mit Augenmaß an", warnt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Umsetzbarkeit sicherstellen, Potenziale heben

Neue Vorgaben und Zielsetzungen können nur dann einen guten Beitrag zur zirkulären Wirtschaft leisten, wenn sie für die Unternehmen in der Praxis auch umsetzbar seien, stellt er klar: "Denn nur, wenn wirtschaftliche Belange bei der Umsetzung des Aktionsplans ausreichend berücksichtigt werden, können die Unternehmen selbst die Wegbereiter einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sein."

Als positiv bewertet Dercks, "dass der Aktionsplan auch auf Potenziale für Unternehmen eingeht". Dies betreffe insbesondere Forschung und Entwicklung. Stünden bei der Umsetzung des Aktionsplans Impulse für Innovationen ebenso wie wirtschaftliche Anreize im Vordergrund, könnten "sowohl die Umwelt als auch Unternehmen vom Ziel der Kreislaufwirtschaft profitieren".

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Moritz Hundhausen Referatsleiter Europäische Umwelt- und Rohstoffpolitik

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Franziska Stavenhagen Pressesprecherin