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Außenhandels-Zahlen "kein Grund für Euphorie"

Betriebe brauchen gute Rahmenbedingungen im Inland
Lagerregale mit Paletten von Gütern

Zuletzt haben wieder mehr Güter deutsche Warenlager Richtung Ausland verlassen

© PhotoTalk / E+/ Getty Images

Die deutschen Exporte sind zuletzt wieder leicht gestiegen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht darin aber nach der schwachen Entwicklung im Jahresverlauf noch keine Trendwende. Denn das außenwirtschaftliche Umfeld ist für die Unternehmen nach wie vor problematisch.

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes lagen die deutschen Exporte im Juli 2019 um 3,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vormonat Juni ergab sich kalender- und saisonbereinigt ein Plus von 0,7 Prozent.

"Der geringe Anstieg der Exporte im Juli ist kein Grund für Euphorie im Außenhandel", kommentiert Treier diese Zahlen. "Die Unsicherheiten vor allem aufgrund der schwelenden globalen Handelskonflikte und des weiterhin unklaren Brexits bleiben für die Unternehmen bestehen."

Die neuen Zölle im Handelskonflikt USA-China träfen auch deutsche Betriebe vor Ort, berichtet der DIHK-Außenwirtschaftschef, und ein Ende der Protektionismus-Spirale sei nicht in Sicht. "Das drückt auf das weltweite Wirtschaftswachstum und trifft am Ende auch die deutsche Konjunktur."

Im Jahresverlauf bleibe die Entwicklung der Ausfuhren der hiesigen Unternehmen deshalb schwach, so Treiers Resümee. Für die Betriebe sei es deshalb wichtig, dass zumindest hierzulande gute Rahmenbedingungen für ihre Geschäfte gesetzt würden. "Dazu gehören weniger Bürokratie, eine geringe Steuerbelastung und mehr Investitionen in Infrastruktur."

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Kevin Heidenreich im Haus der Deutschen Wirtschaft
Kevin Heidenreich Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik

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Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams