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Berufliche Bildung laut OECD "Stabilitätsanker in der Pandemie"

Achim Dercks plädiert für zukunftsfeste Weiterentwicklung des Erfolgsmodells
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Wer eine duale Ausbildung absolviert, kann im Anschluss oft direkt in den Beruf einsteigen

© Getty Images / SolStock / E+

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hebt in ihrem am 8. September vorgelegten Bericht "Bildung auf einen Blick" die großen Vorzüge der Beruflichen Bildung hervor – zu Recht, wie der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks betont.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hebt in ihrem am 8. September vorgelegten Bericht "Bildung auf einen Blick" die großen Vorzüge der Beruflichen Bildung hervor – zurecht, wie der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks betont.

Berufliche Bildung eine wichtige Stütze des deutschen Bildungssystems

Die OECD unterstreiche damit die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Fachkräftesicherung der Unternehmen hierzulande, so Dercks. Der Studie zufolge ist die Berufliche Bildung eine wichtige Stütze des deutschen Bildungssystems und ein berufsbildender Abschluss nahezu die Garantie für eine nachfolgende Beschäftigung.

"Mit dieser Einschätzung liegt die OECD richtig", kommentiert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. Denn die Berufliche Bildung biete nicht nur einen zumeist nahtlosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf, sondern auch gute Einkommensperspektiven – vor allem dann, wenn sie um einen Abschluss der Höheren Berufsbildung wie zum Beispiel einen Fachwirt, Meister oder Bilanzbuchhalter ergänzt werde. "In der Pandemie hat sich die Berufliche Bildung als wichtiger Stabilitätsanker erwiesen und wird auch, so die OECD, nach dem Corona-bedingten Wirtschaftseinbruch eine Schlüsselrolle spielen."

Berufsschulen zeitgemäß ausstatten, Digitalisierung vorantreiben

Aus Sicht der Wirtschaft kommt es laut Dercks jetzt darauf an, das Erfolgsmodell der Beruflichen Bildung zukunftsfest weiterzuentwickeln. "Dazu gehört insbesondere eine zeitgemäße Ausstattung der Berufsschulen, um die jungen Menschen gut auf betriebliche Praxis vorbereiten zu können", fordert er. "Hier besteht an vielen Stellen dringender Nachholbedarf – ganz besonders bei der Digitalisierung." Umfragen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hätten ergeben, dass sich deshalb eine große Mehrheit der Ausbildungsbetriebe eine digitale Lernplattform wünschten.

Ebenso wichtig sei ein zügiges "Ausrollen" der neuen Abschlussbezeichnungen Bachelor und Master Professional, fügt Dercks hinzu. "Denn die neuen Begriffe unterstreichen die Wertigkeit der Höheren Berufsbildung und können dazu beitragen, noch mehr junge Menschen für diesen vielversprechenden Qualifizierungsweg zu gewinnen – im Interesse der Unternehmen, die auf beruflich qualifizierte Fachkräfte angewiesen sind."

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Dr. Oliver Heikaus Bereichsleiter Weiterbildung, Geschäftsführer DIHK-Bildungs-GmbH

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