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Bessere Gesundheit braucht gute Wirtschaft

DIHK legt 7-Punkte-Papier zur Gesundheitswirtschaft und Corona vor
Mediziner in Schutzkleidung

Auch Hersteller von Schutzausrüstung zählen zur Gesundheitswirtschaft

© ShutterOK / iStock / Getty Images Plus

Die Corona-Pandemie zeigt die enorme Bedeutung des deutschen Gesundheitswesens, deren Gesicht vor allem Ärzte und Pfleger mit ihrem hohen persönlichen Einsatz sind. Ein wichtiger Teil des Gesundheitswesens sind auch Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten, ambulante Vorsorge- und Rehaeinrichtungen sowie medizinische Dienstleister, die aktuell mit Einschränkungen kämpfen.

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sollte die Politik aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) auch die Rahmenbedingungen für Zehntausende in der Gesundheitswirtschaft tätige Betriebe verbessern.

Vorschläge aus der unternehmerischen Praxis

"Mit Ärzten und Pflegern, denen erfreulicherweise eine neue Wertschätzung entgegenbracht wird, arbeitet ein breit gefächerter Wirtschaftszweig daran, das deutsche Gesundheitssystem zu einem der besten der Welt zu machen", sagt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks.

"Dazu sollten wir in Deutschland nicht nur verstärkt Videosprechstunden ermöglichen, sondern auch das Potenzial der vielen Anbieter von digitalen Gesundheitsanwendungen wie Telemedizin besser ausschöpfen als bisher. Vieles ist da jetzt krisenbedingt schon positiv in Bewegung geraten. Wir sollten diesen Impuls nutzen, denn gerade in diesen Tagen zeigen sich die Chancen der Digitalisierung für uns alle."

Deshalb hat der DIHK in dem 7-Punkte-Papier "Corona – Gesundheitswirtschaftliche (Heraus-)Forderungen" Vorschläge aus der unternehmerischen Praxis zusammengetragen.

Den Gesundheitsunternehmen fehlen besonders häufig Nachschub und Personal

"Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten, ambulante Vorsorge- und Reha-Einrichtungen sowie medizinische Dienstleister verdienen jetzt eine erhöhte politische Aufmerksamkeit", so Dercks. "Denn wenn gerade diese oft eher kleinen, aber feinen Unternehmen unbürokratischer, effizienter und innovativer arbeiten dürfen, können auch Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen die stark erhöhten Anforderungen an sie besser erfüllen."

Nach der aktuellsten DIHK-Umfrage sind ausgerechnet die Betriebe der Gesundheitsbranche teilweise überdurchschnittlich stark von den direkten und den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen. So berichtet hier mehr als jedes dritte Unternehmen (37 Prozent) von fehlenden Zulieferungen von Waren und Dienstleistungen für seine Produktion – im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft sind es mit 24 Prozent deutlich weniger.

Außerdem sind in der Gesundheitswirtschaft 38 Prozent der Unternehmen mit Problemen aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle konfrontiert – gegenüber 25 Prozent im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Deshalb sei es wichtig, dass sich diese Unternehmen immer bedarfsgerecht mit Schutzausrüstung ausstatten könnten.

Sie finden das Papier hier zum Download:

"Gesundheitswirtschaftliche (Heraus-) Forderungen  in der Corona-Krise" (PDF, 188 KB)

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Porträtbild Dr. Achim Dercks, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer
Dr. Achim Dercks stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer

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Dr. Philipp Wien Referatsleiter Gesundheitswirtschaft

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