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Betriebe brauchen Überbrückungshilfen "schnell und unbürokratisch"

Schweitzer: Nach wie vor bestehen erhebliche Liquiditätsengpässe
Zwei Geschäftsleute beim Steuerberater

Wichtig: Die neuen Hilfen können nur über den Steuerberater beantragt werden

© zoranm / E+ / Getty Images

Auf eine möglichst rasche Umsetzung der Hilfen aus dem Corona-Konjunkturpaket drängt Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Insbesondere bei der Überbrückungshilfe sei Eile geboten.

"Die meisten Unternehmen hierzulande sind noch nicht in Sommerlaune – im Gegenteil", berichtet Schweitzer. Er verweist auf die aktuelle DIHK-Umfrage, in der nach wie vor vier von zehn Unternehmen akute Liquiditätsengpässe meldeten. "Es gibt daher einiges aus dem Konjunkturpaket, was unbedingt noch vor der Sommerpause erledigt werden muss", mahnt der DIHK-Präsident.

Überbrückungshilfe kann das Überleben sichern

"Vordringlich ist es für viele Betriebe, jetzt die beschlossenen Überbrückungshilfen schnell und möglichst unbürokratisch zu erhalten", so Schweitzer. Die Beantragung solle ab dem 8. Juli über ein zentrales Portal möglich sein. "Wichtig ist hier, dass die konkrete Bearbeitung der Anträge und letztlich die rückwirkende Auszahlung der Zuschüsse zu den fixen Kosten an die Betriebe in allen Bundesländern reibungslos erfolgt."

Denn noch immer gebe es Unternehmen mit Umsätzen nahe null, etwa die Veranstalter von Messen und Konzerten, Schausteller oder Busunternehmen. Für sie gehe es um das wirtschaftliche Überleben, gibt der DIHK-Präsident zu bedenken.

Keine weiteren Verzögerungen

"Das Programm hat mit seinem branchenübergreifenden Ansatz und dem direkten Bezug zu den belastenden fixen Kosten den richtigen Ansatz", lobt er. Jetzt müsse "sichergestellt werden, dass keine weiteren Verzögerungen durch unklare Definitionen oder Kriterien eintreten".

Wichtig sei auch "die gute und schnelle Mitwirkung der Steuerberater bei der Beantragung", damit die Hilfen noch rechtzeitig den besonders hart von der Corona-Pandemie getroffenen mittelständischen Betrieben effektiv helfen könnten.

Befristung bis August könnte zu kurz greifen

Und: "Die Zuschüsse sind bislang auf die Monate Juni bis August befristet – wir werden daher schon bald bewerten müssen, ob das für manche Bereiche der Wirtschaft nicht doch zu kurz greift."  Zudem gelte es, weiter an Maßnahmen zur Unterstützung des Eigenkapitals zu arbeiten, betont Schweitzer, nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für viele größere Mittelständler.

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Frau steht vor Wand und hat die Arme verschränkt.
RA Daniela Karbe-Geßler Referatsleiterin Lohnsteuer, Betriebliche Altersversorgung, Erbschaftsteuer

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Porträtfoto Thomas Renner
Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams
Sprechblasen mit FAQs

Wie komme ich an die Überbrückungshilfen?

Wie funktioniert die Antragstellung bei den neuen Hilfen? Wer ist zuständig, wie sehen Fristen aus? Über den aktuellen Sachstand informieren wir Sie in unserer Corona-FAQ zum Thema.