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Corona in Italien: Deutsche Betriebe hoffen auf rasche Erholung

AHK legt aktuelle Blitzumfrage vor
Fußballspieler steht allein auf dem Rasen in einem leeren Stadion

Fußball ist in Italien derzeit ein einsames Geschäft – die deutsche Wirtschaft vor Ort ist in der Regel nicht ganz so drastisch vom Coronavirus betroffen

© simonkr / E+ / Getty Images

Sportveranstaltungen ohne Zuschauer, geschlossene Schulen und Universitäten, und auch für die Betriebe hat Italien mit Blick auf das Coronavirus einschneidende Maßnahmen ergriffen. Was das mit der deutschen Wirtschaft vor Ort macht, hat jetzt die Auslandshandelskammer (AHK) Italien abgefragt.

In einer Blitzumfrage unter knapp 100 Mitgliedsunternehmen untersuchte die AHK Anfang März die Auswirkungen des Virus auf die deutsch-italienische Business Community. Dabei zeigte sich, dass die Betriebe insbesondere unter Problemen mit der Logistik leiden, das gaben 34,1 Prozent der Befragten zu Protokoll. Große Sorgen bereiten aber auch ein weiterer Nachfragerückgang in einem ohnehin bereits verlangsamten weltwirtschaftlichen Szenario (33 Prozent), die Verfügbarkeit von Personal (26,4 Prozent) sowie Schwierigkeiten bei der Beschaffung (18,7 Prozent).

Für eine Einschätzung der konkreten Auswirkungen ist es nach Ansicht von 62,6 Prozent der Umfrageteilnehmer noch zu früh. 5,5 Prozent sind aber bereits heute sicher, dass ihr Umsatz sich gegenüber den Prognosen nicht verringern wird; 22 Prozent der Betriebe erwarten einen Umsatzausfall von bis zu zehn Prozent, 9,9 Prozent sogar ein Minus von mehr als zehn Prozent.

Lediglich jedes vierte Unternehmen war von behördlichen Maßnahmen betroffen. Und die Betriebe setzen Vertrauen in kurze Erholungszeiten: 33 Prozent erwarten, innerhalb von drei Monaten wieder zur normalen Geschäftstätigkeit zurückkehren zu können, lediglich 7,6 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass es ein Jahr dauern könnte.

Aus Sicht der Betriebe wäre eine schnelle Unterstützung in Form von Steuererleichterungen und Steuervergünstigungen hilfreich, um die Situation zu bewältigen. Die großen Entwicklungsziele dürften dabei jedoch nicht aus dem Blick geraten. Zudem mahnt die deutsch-italienische Business Community Kommunikationsinitiativen an, um in den Augen internationaler Investoren Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückzugewinnen.

Die detaillierten Umfrageergebnisse finden Sie zum Download auf der Website der AHK Italien.

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Dr. Sara Borella Referatsleiterin West- und Mitteleuropa

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Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams