Pfadnavigation

Corona-Pandemie erfasst Wirtschaftsleben auf dem ganzen Globus

DIHK stellt AHK World Business Outlook Frühjahr 2020 vor
bunte Containerstapel

Ruhige Zeiten für Container: Die Pandemie wird tiefe Spuren im Exportgeschäft hinterlassen

© olaser Creative / E+ / Getty Images

Auch die deutschen Unternehmen im Ausland bekommen die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit voller Wucht zu spüren. Das belegt der aktuelle AHK World Business Outlook, an dem sich mehr als 4.000 deutsche Betriebe in aller Welt beteiligt haben.

Der Umfrage zufolge rechnen 80 Prozent der Unternehmen bereits jetzt mit starken Umsatzverlusten wegen der Corona-Krise; 15 Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass sich ihre Umsätze mehr als halbieren werden. "Die Zahlen sind erschreckend, denn sie zeigen, wie hart die Corona-Pandemie insbesondere die deutschen Unternehmen auf der ganzen Welt trifft", kommentiert DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Ergebnisse der Erhebung. 

Folgen noch nicht vollständig absehbar

Ihr zufolge brechen die Geschäftslage und Geschäftserwartungen der deutschen Auslandsunternehmen dramatisch ein. Das gilt auch für die Konjunkturerwartungen: Zwei Drittel der Unternehmen rechnen für ihre Weltregion mit einer gegenüber der Vorumfrage verschlechterten Wirtschaftslage, nur noch 10 Prozent erwarten vor Ort eine verbesserte konjunkturelle Entwicklung. 

"Wir sehen, dass die Bekämpfung des Coronavirus das Wirtschaftsleben auf dem ganzen Globus erfasst", so Treier. "Die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise sind deshalb noch gar nicht vollständig absehbar." 

Betriebe in den USA und Europa pessimistischer als in China

Die eigene Geschäftsentwicklung bewerten die Unternehmen in den Vereinigten Staaten und in Europa als besonders schlecht, während die Geschäftserwartungen in China etwas positiver sind. "Womöglich gehen die Unternehmen dort davon aus, dass der Höhepunkt der Corona-Pandemie bereits hinter ihnen liegt", erklärt der DIHK-Außenwirtschaftschef.

Als direkte Folgen der Corona-Krise nennen 69 Prozent der Befragten Einschränkungen im Personenverkehr, während 45 Prozent Probleme bei Lieferketten und Logistik sehen. 58 Prozent berichten von weniger Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen; 47 Prozent müssen Investitionen streichen oder zurückfahren. 

Treier: Pandemie wird lange nachwirken

Infolge der Umsatzeinbrüche wegen der Corona-Krise sieht außerdem ein Drittel der deutschen Auslandsunternehmen Finanzierungs- und Liquiditätsprobleme auf sich zurollen. "Hieran zeigt sich, dass uns die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krise weit länger beschäftigen werden als die Corona-Pandemie selbst", betont Volker Treier. 

Die detaillierten Umfrageergebnisse stehen hier in einer deutschen und einer englischen Fassung für Sie zum Download bereit:

AHK World Business Outlook Frühjahr 2020 (PDF, 714 KB)

AHK World Business Outlook Spring 2020 (PDF, 651 KB)


Grafik WBO 2020 Corona

© DIHK


Kontakt

Porträtfoto Volker Treier
Dr. Volker Treier Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung

Kontakt

Porträtfoto Kevin Heidenreich, Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik
Kevin Heidenreich Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik

Kontakt

Porträtfoto Thomas Renner
Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams