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Corona-Steuergesetz liefert wichtige Impulse

Schweitzer: Maßnahmen möglichst rasch und praxisnah realisieren
Steuererklärung ausfüllen vor Laptop

Für Unternehmen, die von der Pandemie betroffen sind, gibt es Entlastungen

© Drazen_ / E+ / Getty Images

Der Deutsche Bundestag hat am Vormittag des 29. Juni das zweite Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet; der Bundesrat stimmte am Nachmittag zu. Aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ist von großer Bedeutung, dass diese wie auch weitere Inhalte des Konjunkturprogramms zügig bei den Unternehmen ankommen.

"Mit dem Corona-Steuergesetz hat die Bundesregierung einen wichtigen Teil des Konjunkturpaketes zügig umgesetzt", lobt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Das sei gut für die Betriebe, weil so wesentliche Maßnahmen unmittelbar greifen könnten. "Das gilt insbesondere für die deutlich besseren Bedingungen bei der steuerlichen Verrechnung von Verlusten sowie für die schnelleren Abschreibungsmöglichkeiten bei Investitionen. Solche Impulse brauchen unsere Unternehmen jetzt dringend – zumal die Finanzierungsprobleme gerade im Mittelstand zunehmen."

Wirksamkeit hängt an der Umsetzung

Der Umfang der positiven Wirkungen hänge "nicht zuletzt von einer guten und praktikablen Umsetzung ab", so Schweitzer. "Das gilt in besonderem Maße für die Mehrwertsteuer, für deren zweimalige Umstellung in vielen Betrieben Kassensysteme und Buchhaltungsprogramme umprogrammiert werden müssen."

Wichtig sei jetzt, dass auch weitere Punkte aus dem Konjunkturpaket schnell bei den Betrieben ankämen. "Schnelligkeit ist gerade bei den Überbrückungshilfen wichtig, die den besonders hart von der Corona-Pandemie getroffenen Unternehmen zugutekommen sollen", mahnt der DIHK-Präsident.

Jedes fünfte Unternehmen komplett oder fast im Stillstand

Die ersten Ergebnisse der aktuellen Blitzumfrage, die der DIHK am 30. Juni vorstellen wird, zeigen laut Schweitzer, dass bei 20 Prozent der Unternehmen die Geschäfte nach wie vor weitreichend oder komplett stillstehen. Er warnt: "Ohne schnelle und effektive Hilfe drohen zum Beispiel Schausteller, Veranstalter, Messebauer oder Busunternehmen einfach vom Markt zu verschwinden."

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Porträtfoto Eric Schweitzer
Dr. Eric Schweitzer DIHK-Präsident

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