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Den "Green Deal" nicht auf strengere CO2-Ziele beschränken

Dercks: Entscheidend ist ein einheitliches Level Playing Field
Erneuerbare Energien: Windräder und Solarkraftanlagen

Vorfahrt für erneuerbare Energien: Bis 2050 will die EU klimaneutral sein

© Getty Images / republica / E+

Der von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen formulierte europäische "Green Deal" bietet deutschen Unternehmen nach Einschätzung von Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), "grundsätzlich große Chancen".

Wenn Europa mehr in Klima- und Umweltschutz investiere, profitierten davon hiesige Anbieter technologischer Lösungen und Dienstleistungen, so Dercks. "Ein anspruchsvolles, aber einheitliches Level Playing Field in Europa ist für die Unternehmen besser als jede noch so ambitionierte nationale Klima- und Umweltpolitik", stellt er klar. Aus Sicht der deutschen Betriebe bleibe jedoch wichtig, dass sich der "Green Deal" nicht auf die Verschärfung europäischer CO2-Minderungsziele beschränke.

Entscheidend ist laut Dercks gleichzeitig, "dass die Rahmenbedingungen europäische Unternehmen dabei unterstützen, mit innovativen und am Markt erfolgreichen Produkten zum Klimaschutz beizutragen, und so ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken".

"Der 'Green Deal' kann letztlich für Europa insgesamt – nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für Politik und Bürger – zum Erfolg werden, wenn die europäische Wirtschaft damit auf den Weltmärkten punkten kann", betont der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Als konkreten Hebel für mehr Klimaschutz nennt er die Versorgung der Unternehmen mit kostengünstiger, "grüner" Energie: "Das DIHK-Energiewendebarometer zeigt, dass viele Unternehmen bereits in die Produktion von erneuerbarem Strom investieren, den sie in der Regel direkt im eigenen Betrieb verbrauchen."

Hier wäre nach Auffassung des DIHK deutlich mehr möglich, wenn regulatorische Hürden abgebaut würden. "Eine Initiative zur Senkung der Abgaben und Umlagen auf den Strompreis steht deshalb auf der Wunschliste der Wirtschaft", berichtet Dercks.

Ein Impulspapier zur Umsetzung des Green Deals hatte der DIHK bereits am 19. November  gemeinsam mit der Wirschaftskammer Österreich veröffentlicht:

The European 'Green Deal':  From ever-higher targets to growth and competitiveness in the EU (PDF, 150 KB)

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Julian Schorpp Referatsleiter Europäische Energie- und Klimapolitik

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Franziska Stavenhagen Pressesprecherin