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Deutsche Unternehmen halten am Standort Frankreich fest

Jeder dritte Betrieb will im Nachbarland weiter investieren und einstellen
Die Flaggen Deutschlands und Frankreichs wehen im Wind

Die wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich bleibt auch in der Krise eng

© MarioGuti / iStock / Getty Images Plus

Trotz der schwierigen Pandemie-Zeiten glauben deutsche Unternehmen an den Standort Frankreich – das zeigt eine aktuelle Studie der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Frankreich und der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY.

Mehr als 2.500 deutsche Betriebe haben in Frankreich investiert und sorgen im Nachbarland für 320.000 Arbeitsplätze. Eine repräsentative Auswahl davon wurde für die Untersuchung "Deutsche Unternehmen in Frankreich: Geschäftslage und Perspektiven 2020-2024" zwischen Juni und August befragt.

Dabei ging es um die Situation der Betriebe vor der Pandemie und in der Krise, um Investitionen und Personal oder ganz allgemein um die Erfolgsfaktoren und Herausforderungen für deutsche Unternehmen in Frankreich.

45 Prozent der Befragten optimistisch

Zu den Ergebnissen zählt, dass die deutschen Unternehmen in Frankreich ihre Geschäftsaktivitäten zwischen 2018 und 2020 als sehr zufriedenstellend bewerten und dass Investitionen und Beschäftigung signifikant gestiegen sind.

Unter dem Strich bekamen die Befragten die Covid-19-Krise schmerzlich zu spüren – wenn auch je nach Wirtschaftssektor mit unterschiedlicher Intensität. Eine von drei Führungskräften gibt zu Protokoll, dass die Krise keine Auswirkungen auf ihre Investitions- und Einstellungspläne in Frankreich haben werde. 45 Prozent der Befragten sind optimistisch in Bezug auf die Geschäftsaktivitäten ihres Unternehmens und sehen für die Jahre 2022 bis 2024 eine Wiederbelebung ihrer Tätigkeit voraus.   

Großer und kreativer Markt mit qualifiziertem Personal

Als Stärken des Nachbarlandes nennen die Umfrageteilnehmer Marktgröße, Qualität der Infrastruktur, Ausbildung der Ingenieure, Innovationskraft und Kreativität. Die Krise hat das Vertrauen in diese Faktoren nicht geschmälert.

Die Unternehmen plädieren allerdings für einen Abbau der vielen Regularien und der ihrer Ansicht nach großen Bürokratie sowie für eine Steuerharmonisierung zwischen den beiden Ländern. Gleichzeitig loben sie die Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft, mit denen der französische Staat in der Krise ein "positives Signal" gesetzt habe.

Weitere Ergebnisse und die komplette Studie zum Download finden Sie auf der Website der AHK Frankreich.

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Porträtbild Sara Borella, Referatsleiterin West- und Mitteleuropa
Dr. Sara Borella Referatsleiterin West- und Mitteleuropa

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