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Deutschland für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland attraktiver machen

Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung in Bonn eröffnet
Zwei junge asiatische Männer blicken konzentriert auf einen Computerbildschirm

Fachkräfte aus dem Ausland, die Perspektiven in Deutschland sehen, können sich bei der neuen Stelle (nicht nur) über Anerkennungsverfahren informieren

© ijeab Creative / iStock / Getty Images Plus

Ab sofort informiert die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) interessierte Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten über Beschäftigungsmöglichkeiten in Deutschland, insbesondere über die Anerkennung von Abschlüssen. Aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) eine wichtige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel.

Alle wesentlichen Informationen aus einer Hand per Telefon, Mail oder Chat für die potenziellen Fachkräfte aus dem Ausland – das bietet die neue Servicestelle. Sie ist angesiedelt unter dem Dach der Bundesagentur für Arbeit und wurde am 17. Februar in Bonn offiziell eröffnet.

Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, betont die Relevanz der Einrichtung für die deutsche Wirtschaft: "Deutsche Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Fachkräftepotenzial aus dem Ausland kann ein Teil der Lösung sein."

IHK FOSA als aktiver Player

Allerdings müssten dafür die Anforderungen der Unternehmen an ihre potenziellen Bewerber mit deren guter beruflicher Qualifikation übereinstimmen, so Dercks weiter: "Eine unternehmensnahe und bürokratiearme Umsetzung der Anerkennungsverfahren sowie die Kommunikation der wichtigsten Akteure untereinander ist dabei entscheidend."

Die IHK-Organisation werde "daher gerne mit der Servicestelle zusammenarbeiten – gerade auch die für die IHK-Berufe verantwortliche Anerkennungsstelle IHK FOSA in Nürnberg".

Anfang März tritt auch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Es soll qualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten angesichts der zunehmenden Engpässe im Inland und in der EU den Weg nach Deutschland erleichtern.

Schritt gegen den Fachkräftemangel

Aus Sicht des DIHK kann die ZSBA frühzeitig Fragen zu Anerkennung und Zuwanderung beantworten und interessierte Fachkräfte gezielt mit Beratung unterstützen: "Betriebe und Fachkräfte brauchen Übersichtlichkeit, Verständlichkeit und klare Ansprechpartner", erläutert Achim Dercks. "Dies kann durch den zentralen Ansatz der Servicestelle gelingen und zu einer Beschleunigung der Prozesse und einer zügigen Integration der Fachkräfte in die Unternehmen beitragen."

Nach Einschätzung des stellvertretenden DIHK-Hauptgeschäftsführers ist die Zentrale Servicestelle "ein wichtiger Schritt, um Deutschland für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland als Einwanderungsland attraktiver zu machen und die Möglichkeiten zur Arbeit in Deutschland offensiver zu kommunizieren".

Interessenten im Ausland können die ZSBA-Berater über das Virtuelle Welcome Center der ZAV (www.make-it-in-germany.com) erreichen.

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Frau steht vor Gemälde.
Kathrin Tews Referatsleiterin Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Kompetenzerfassung