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Die besten Fachkräftenetzwerke Deutschlands sind gekürt

Preisverleihung und mehr beim ersten WIR-tuellen Innovationstag
WIRtueller Innovationstag

Die Gewinner verkündeten (v. l.): Rolf Schmachtenberg (BMAS), Moderatorin Tanja Samrotzki und Achim Dercks (DIHK).

© Innovationsbüro Fachkräfte für die Region / David Biene

Bundesweit verstreut, doch digital gemeinsam prämiert: Aus Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern stammen die fünf Fachkräftenetzwerke, die jetzt beim ersten "WIR-tuellen Innovationstag" die begehrte Auszeichnung "Innovatives Netzwerk 2020" erhalten haben.

Unter der Überschrift "Erfolgreich Netzwerken – jetzt erst recht!" hatten das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Innovationsbüro Fachkräfte für die Region am 18. Juni die Besucher des Innovationstages an den Rechner gebeten. 

Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im BMAS, und Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), eröffneten die virtuelle Veranstaltung. Dabei verwies Schmachtenberg auf die "Schlüsselrolle", die den regionalen Fachkräftenetzwerken bei der Gestaltung des digitalen Wandels zukomme. Dercks lobte, dass Netzwerke als Lotsen und Berater wirkten. Sie entwickelten "zukunftsweisende Projekte, die Betriebe und Fachkräfte zusammenbringen" und stärkten so vor allem kleine und mittlere Unternehmen.

"Gleichzeitig bieten sie auch die Möglichkeit, vor Ort schneller neue Ideen zu erproben, Wissen an unterschiedliche Akteure weiterzugeben und bedarfsgerechte, regionale Lösungen zu entwickeln und voranzutreiben", so Dercks weiter.  "Das hilft den Betrieben, den Belegschaften und den Regionen. Diese Kooperation ist insbesondere in der aktuellen Situation von unschätzbarem Wert."

Bevor sich die Teilnehmer online mit Vertretern von Netzwerken, Unternehmen, Politik und Verbänden über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Netzwerkarbeit und über Lösungsansätze austauschten, wurden die Gewinner des Wettbewerbes "Innovatives Netzwerk 2020" vorgestellt:

Fachkräfteallianz Ostwürttemberg (Baden-Württemberg)

ausgezeichnet für das Projekt "Job für Zwei". In diesem Projekt engagieren sich über 40 Unternehmen, Verbände, kommunale Arbeitgeber und Multiplikatoren, um Bewerberinnen und Bewerber auch bei der Jobsuche für die Partnerin oder den Partner zu unterstützen. Die IHK Ostwürttemberg koordiniert das Netzwerk, ist Ansprechpartnerin für interessierte Firmen, die im Netzwerk mitwirken wollen, und organisiert darüber hinaus Netzwerktreffen. Über die möglichst dauerhafte Vermittlung von Bewerbern an Arbeitgeber in der Region soll die Attraktivität der Region und der beteiligten Unternehmen gesteigert und die Willkommenskultur in Ostwürttemberg weiter vorangebracht werden. 

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Netzwerk Großbeerenstraße e.V. (Berlin)

ausgezeichnet für das Projekt "P3 – Potenziale, Planspiele, Praxis". Die drei Begriffe Potenziale, Planspiele und Praxis bilden gleichzeitig die Bausteine für die Durchführung einer Betriebserkundung in den Unternehmen des Netzwerkes. So steht im Mittelpunkt des ersten Schrittes die passgenaue Zusammenstellung der jugendlichen Besuchergruppe. Eine netzwerkeigene Potenzialanalyse in Form von Teamarbeitsaufgaben und eines computergestützten Kompetenztestes mit Rückmeldungen zu Begabungen, beruflichen Interessen oder zur kognitiven Leistungsfähigkeit hilft bei der Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung der Jugendlichen. Im zweiten Schritt dienen die Planspiele der fachlichen Vorbereitung auf die Betriebserkundung. Schließlich folgt im dritten Schritt die inhaltlich auf die betrieblichen Planspiele abgestimmte Betriebserkundung. 

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Perspektiva gGmbH (Hessen) 

ausgezeichnet für die Unterstützung von benachteiligten Jugendlichen: Die Perspektiva gGmbH engagiert sich für benachteiligte Jugendliche, deren Fähigkeiten über die Arbeit in einer Werkstatt hinausgehen, gleichzeitig aber für den allgemeinen Arbeitsmarkt noch nicht ganz ausreichen. Ziel ist es, junge Menschen direkt im Betrieb und mit dem Betrieb zu fördern und dabei mit der individuell nötigen Unterstützung in nachhaltige Eingliederung zu begleiten. 

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Regionales Fachkräftebündnis JadeBay (Niedersachsen)

ausgezeichnet für das Projekt "Land(Er)Leben", das angehende Medizinerinnen und Mediziner mit Beginn der klinischen Semester für die JadeBay-Region gewinnt. Durch praxisorientierte Kursangebote lernen die eingeladenen Medizinstudenten die sechs regionalen Krankenhäuser und das Angebot der niedergelassenen Ärzte kennen. Hier zeigen engagierte Ärzte die flachen Hierarchien in kleineren Krankenhäusern bei moderner Medizin auf und die Kommunen stellen ihre Region vor. Ein weiterer Projektansatz ist, Ärzte mit Migrationshintergrund mit einem ehrenamtlichen Patenschaftsmodell gesellschaftlich und sprachlich fester zu integrieren, um die Verweildauer in der Region zu erhöhen. 

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zoneEINZ GmbH (Mecklenburg-Vorpommern)

ausgezeichnet für das Talent-Recruiting-Event "Löwenpitch". Im Rahmen des Veranstaltungsformats "Löwenpitch" präsentieren sich sechs Unternehmen innerhalb von jeweils zehn Minuten auf einer Bühne in sogenannten Pitches, um Karrierechancen vorzustellen und junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Praktikum zu gewinnen. Zum Teil führen die Pitches auch die Auszubildenden der Unternehmen durch. Das Publikum besteht aus Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, Studierenden sowie jungen Fach- und Führungskräften. Die Zuhörer sind gleichzeitig die Jury. Sie teilen live und anonym ihre Meinung über ein interaktives Chat- und Feedbacksystem und können darüber hinaus auch offene Fragen an die Löwinnen oder die Löwen stellen. Zudem bewertet das junge Publikum die Auftritte.

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Alle Details finden Sie auch auf der Website des Innovationsbüros Fachkräfte für die Region.

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Sui Mui Yuen Projektreferentin Innovationsbüro "Fachkräfte für die Region"