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DIHK besorgt über erneuten Export-Rückgang im November

Treier: Globale Unsicherheiten bleiben 2020 bestehen
Lagerregale mit Paletten von Gütern

Auch im November 2019 blieben viele deutsche Exportgüter im Lager

© PhotoTalk / E+/ Getty Images

"Das ohnehin schwache Auslandsgeschäft zeigt auch zum Jahresende hin keine Verbesserung": Das stellt Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), mit Blick auf die aktuellen Exportzahlen fest.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die deutschen Ausfuhren im November 2019 um 2,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau; gegenüber dem Vormonat Oktober gaben sie kalender- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent nach.

Der DIHK-Außenwirtschaftschef blickt entsprechend skeptisch in die Zukunft: "2020 bleiben globale Unsicherheiten durch Handelskonflikte, Sanktionen oder dem Brexit bestehen", so Treier. "Darunter leidet die Weltwirtschaft, und das spüren insbesondere die exportstarken deutschen Unternehmen derzeit in den Auftragsbüchern."

Die neuerlichen Spannungen im Nahen Osten verdüsterten zudem die Aussicht auf eine baldige Erholung des Auslandsgeschäfts, gibt er zu bedenken. "Für die international vernetzte deutsche Wirtschaft ist es deshalb umso wichtiger, dass die zukünftigen Beziehungen zum Vereinigten Königreich nach erfolgtem Brexit geklärt werden."

Als ebenso bedeutsam bewertet Treier, "dass sich der Handelsstreit zwischen den USA und China substanziell entspannt – auch wenn es hier immer noch große Fragezeichen gibt".

Die schwierige weltwirtschaftliche Konstellation und das härtere Umfeld erfordern nach seiner Einschätzung "ganz besonders gute Rahmenbedingungen für wettbewerbsfähige Produktion der Unternehmen in Deutschland". Aus Sicht der Betriebe seien gerade jetzt Investitionen in kluge Köpfe und gute Infrastruktur vonnöten.

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Kevin Heidenreich Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik

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