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DIHK stellt Ideenpapier zur Vereinbarkeit von Gesundheitsschutz und Geschäftsbetrieb vor

Schweitzer: Wirtschaft liefert verantwortungsvolle und innovative Beiträge
Mann mit Mund-Nasen-Maske auf der Straße blickt auf sein Handy

Ob Zugangs-Ticket oder Hygieneerinnerung: Smartphones können bei der Eindämmung der Pandemie helfen

© MyndziakVideo / iStock / Getty Images Plus

In die Diskussion über weitere Lockerungen der Kontaktsperren zur Bekämpfung der Corona-Epidemie hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ein Ideenpapier eingebracht, um bislang geschlossenen Geschäften konkrete Öffnungsperspektiven zu ermöglichen.

"Gerade wenn wir länger mit der Pandemie zu tun haben, müssen wir den Schutz der Gesundheit und das Überleben der Unternehmen kreativ zusammen denken – nur beides zusammen sichert gute Perspektiven für die Menschen hierzulande", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer zu dem in den vergangenen Wochen in seiner Organisation erarbeiteten Papier. 

"Dazu gehört, dass wir über einen längeren Zeitraum hinweg außergewöhnlich hohe Vorsichtsmaßnahmen mit einem tragfähigen Wirtschaftsleben verbinden müssen. Das sind wir den aktuell bereits in ihrer Existenz bedrohten Branchen ebenso schuldig wie vielen anderen betroffenen Unternehmen, Millionen von Mitarbeitern und unzähligen Kunden."

Alltag mit und trotz Corona organisieren

Das DIHK-Papier berücksichtigt sowohl Anforderungen aus der Politik als auch Anregungen aus der Breite der Wirtschaft. "Wir wollen damit einen praxisorientierten Beitrag zur Lösung eines sehr komplexen Problems liefern", so Schweitzer. "Natürlich stehen wir dabei entsprechend unseres Auftrags für die wirtschaftlichen Aspekte. Aber niemand darf diese Diskussion auf die Alternative 'Wohlstand oder Leben' verengen. Eine Zukunft haben wir nur mit beidem." 

Keine Kontaktsperre für kluge Einfälle

Deshalb komme es nun darauf an, die verantwortungsvollen und innovativen Beiträge aus der Wirtschaft aufzugreifen: "Es ist an der Zeit, stärker über neue und andere Möglichkeiten zu sprechen. Gesundheitsschutz bleibt wichtig – und dennoch treibt uns alle die Frage um, wie wir Wirtschaft und Alltag mit und trotz Corona organisieren können. Es gibt keine Kontaktsperre für kluge Einfälle: Wir brauchen jetzt einen Ideenwettbewerb auch in der Wirtschaft, damit wir mit kreativen Lösungen einen Weg aus der Krise finden."

Das DIHK-Papier soll dafür einen Anstoß liefern. "Weitere gute Ideen sind im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Markt", so Schweitzer. "Wir alle haben viel über Abstandsregeln und hygienische Gebote gelernt. Ich bin mir sicher, dass die Bevölkerung – und das gilt insbesondere für die Wirtschaft – gewillt und bereit ist, diese neuen Erkenntnisse in das Alltagsleben zu integrieren. Hilfreich dabei können zum Beispiel Apps und Plattformen sein, die über ein digitales Buchungssystem den Zugang zu Geschäften und Restaurants zeitlich regeln und somit Warteschlangen verhindern können."

Welche Innovationen und digitalen Lösungen helfen können, hat der DIHK in seinem Ideenpapier  "Die neue Normalität in der Corona-Krise" zusammengestellt. 

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Frank Thewes Bereichsleiter Kommunikation