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Durchbruch bei USMCA auch für deutsche Betriebe ein Lichtblick

DIHK sieht wieder mehr Planungssicherheit
Weltkarte mit den Flaggen von USA, Kanada, Mexiko

Das USMCA-Abkommen betrifft einen erheblichen Teil der Weltkarte

© michal812/ iStock / Getty Images Plus

Dass sich die USA, Mexiko und Kanada mit dem "United States Mexico Canada Agreement" (USMCA) auf einen Nachfolger für das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta einigen konnten, bewertet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unter dem Strich positiv.

Der Durchbruch bei den Nafta-2.0-Nachverhandlungen sei "auch bei den deutschen Unternehmen ein Lichtblick in Zeiten zunehmenden Protektionismus", kommentiert DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Entwicklung. Deutsche Betriebe hätten in den USA, Mexiko und Kanada in Milliardenhöhe investiert und über Jahre umfassende Lieferketten aufgebaut.

"Das Abkommen bringt den Unternehmen wieder ein größeres Maß an Planungssicherheit", so Schweitzer. Allerdings habe das Ergebnis auch eine Schattenseite: "Das Abkommen verlangt für zollbegünstigten Warenverkehr zwischen den USA, Kanada und Mexiko einen höheren Wertschöpfungsanteil im Nafta-Raum und geht damit zulasten anderer und somit auch deutscher Standorte", erklärt er. "Das kommt einer größeren Abschottung des Nafta-Raumes gleich."

Gleichzeitig werde die US-Blockade der Welthandelsorganisation ab morgen "eine bedrohliche Erosion der WTO-Regeln" mit sich bringen. Schweitzer: "Für die deutschen Unternehmen bleiben daher weiterhin handelspolitische Herausforderungen und zunehmende globale Rechtsunsicherheit auf der Tagesordnung."

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Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams